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Lurnfeld

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Lurnfeld. Für die Beckenlandschaft Lurnfeld, siehe dort.
Wappen Karte
Bild:Lurnfeld CoA.svg
Basisdaten
Bundesland: Kärnten
Bezirk: Spittal an der Drau (SP)
Fläche: 33,02 km²
Geografische Lage: Koordinaten: 46° 50' N, 13° 22' O46° 50' N, 13° 22' O
Höhe: 557 m ü. A.
Einwohner: 2.718 (Volkszählung 2001)
Postleitzahl: 9813
Vorwahl: 0 47 69
Gemeindekennziffer: 2 06 43
Gemeindeamt: Hauptstraße 2
9813 Lurnfeld
Offizielle Website: www.lurnfeld.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Hartlieb (FPÖ)
Gemeinderat (2003)
19 Mitglieder
7 FPÖ, 7 SPÖ, 5 GLV

Lurnfeld ist eine Marktgemeinde im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Geografie

Geografische Lage

Lurnfeld ist eine Flächengemeinde und befindet sich in der gleichnamigen Beckenlandschaft am Ende des oberen Drautals. Der Hauptort Möllbrücke liegt an der Mündung der Möll in die Drau, wenige Kilometer westlich von Spittal an der Drau. Die im Westen der Gemeinde ansteigende Kreuzeckgruppe trennt das Mölltal vom oberen Drautal.

Gemeindegliederung

Die Marktgemeinde ist in die vier Katastralgemeinden Möllbrücke I bis III und Pusarnitz gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 13 Ortschaften:

  • Altenmarkt (79)
  • Drauhofen (7)
  • Göriach (281)
  • Metnitz (50)
  • Möllbrücke (1.280)
  • Pattendorf (164)
  • Premersdorf (47)
  • Pusarnitz (524)
  • Sankt Gertraud (29)
  • Sankt Stefan (7)
  • Steindorf (187)
  • Stöcklern (44)
  • Tröbach (19)

Nachbargemeinden

Mühldorf Bild:Windrose_klein.png Lendorf
Sachsenburg Baldramsdorf
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Möllbrücke mit Hoher Stand dahinter
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Schloss Drauhofen in Möllbrücke
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Pusarnitz
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Maria in Hohenburg mit Gasthaus
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Kirche Maria in Hohenburg

Geschichte

Zur Zeit der Römer in Kärnten wurde das vallis Lurna erwähnt, urkundlich ist das Lurnfeld seit 891 (als Liburnia) bekannt.

Die Ortschaft Möllbrücke wurde in einer Urkunde aus dem Jahr 1253 erstmals als mölnprukke erwähnt und war spätestens ab 1307 Sitz eines Landgerichts der Grafen von Görz.

Pusarnitz, 1072 erstmals urkundlich erwähnt, erlangte durch den Frieden von Pusarnitz überregionale Bedeutung, der im Jahr 1460 die Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Friedrich III. und Graf Johann von Görz um die Grafschaft Cilli beendete.

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Lurnfeld 2.718 Einwohner, davon sind 85,4 % österreichische Staatsbürger. 82,2 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 7,8 % zur evangelischen Kirche, 1,1 % zum Islam. 6,4 % der Bevölkerung sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Wallfahrtskirche Maria Hohenburg
  • Burgruine Hohenburg
  • Burgruine Feldsberg
  • Kirche St. Leonhard in Möllbrücke, Wehrkirche im spätgotischen Stil, 1234 erstmals urkundlich erwähnt
  • Zoggermühle in Stöcklern
  • Schloss Drauhofen
  • Kirche St. Michael in Pusarnitz, Wehrkirche im gotischen Stil, ca 1000 Jahre

Bildergallerie

Hohenburg

Maria in Hohenburg

Hoch oben über dem breiten Talboden des Lurnfeldes zwischen Spittal an der Drau und Möllbrücke strahlt ein weißes Kirchlein in 974 m Seehöhe sonnseitig gelegen weit über das Land. Es ist dies die Kirche Maria in Hohenburg.

Der kleinen Burgkapelle wäre beinahe das selbe Schicksal zugestoßen wie der oberhalb liegenden Hohenburg. Mit dem Aufstellen einer Marienstatue aus Altötting 1706 wurde aber aus der alten Burgkapelle die allseits beliebte Marienkirche Hohenburg. Die ältesten Teile, der Altarraum und das Südportal stammen noch aus der karolingischen Zeit.

1714 wurde im Zuge einer Vergrößerung der Kapelle ein Hochaltar aufgestellt, davor ein schönes Gitter. 1776 wurde die Kirche durch Absprengung des Felsens nach Westen hin verlängert, ein höherer Turm und der Sängerchor gebaut, also die Kirche in ihrer heutigen Form erweitert. Um den erwarteten Besucherstrom zur 250-Jahr-Feier der Wallfahrts- kirche besser bewältigen zu können, wurde 1956 das Anschlussstück von der Hirschbergstraße nach Hohenburg ausgebaut.

Der grandiose Rundblick vom Vorplatz der Kirche aus umfasst den Millstätter See, die Nockberge, Spittal/Drau, das untere Drautal bis zum Mittagskogel bei Villach, die Karawanken, das Goldeck, Latschur, Reißkogel, die Kreuzeckgruppe, Salzkofel bis zu den Mallnitzer Tauern.

Ruine Hohenburg

Über der Kirche erhebt sich ein senkrecht abfallender Felsen, auf dem die aus dem 9. Jahrhundert stammenden Mauerreste der einstigen Hohenburg - Sitz der Grafen von Lurn - noch zu bewundern sind. Bereits 1149 starb der letzte Graf dieses Geschlechts als Bischof von Trient. Die Burg kam in den Besitz der Salzburger Bischöfe, die restliche Grafschaft Lurn teilten sich die Görzer und Ortenburger Adelshäuser.

Den Salzburgern war der steile Aufstieg wohl zu mühsam, sie bauten sich im Tal das Schloß Feldsberg (Ruine westlich von Pusarnitz), die Hohenburg war dem Verfall geweiht.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2003 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Wappen

Die Gemeinde erhielt im Oktober 1984 die Berechtigung zur Führung eines Wappens und einer Flagge mit folgender Beschreibung:

„In Blau eine goldene Deichsel, bedeckt mit einer goldenen Bogenbrücke, deren mittlerer Bogen ganz sichtbar ist. Die Fahne zeigt die Farben Blau-Gold mit eingearbeitetem Wappen.“

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Lurnfeld, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


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