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Iod-Kaliumiodid-Lösung
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Iod-Kaliumiodid-Lösung (oder im Laborjargon Iod-Iod-Kalium) ist eine Lösung von Iod in Wasser. Elementares Iod ist in Wasser kaum löslich. Liegen jedoch schon gelöste Iodid-Ionen vor, löst sich das Iod unter Bildung von Polyiodidionen:
- I2 + I− → I3− + I2 → I5−
Daher wird Kaliumiodid zugegeben.
Iod ist sehr viel besser in Ethanol löslich, aber manchmal ist Ethanol als Lösungsmittel unerwünscht, weil es entflammbar ist und schnell verdunstet sowie zu unerwünschten Nebenreaktionen führen kann. Ist Iod in Alkohol gelöst, bezeichnet man die Lösung als Iodtinktur.
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Anwendungsbereiche
Eine Iod-Kaliumiodid-Lösung wird für verschiedene Zwecke in der analytischen Chemie und in der Medizin verwendet. Beispiele: [1]
- zur Gramfärbung in der Mikrobiologie (1 g Iod und 2 g Kaliumiodid auf 300 ml Wasser),
- zum Chitinnachweis in der Mikroskopie oder in der Lebensmittelchemie (0,2 g Iod und 2 g Kaliumiodid auf 100 ml Wasser),
- zum Nachweis von Stärke, meist mit der Lugolschen Lösung,
- als Desinfektionsmittel,
- als Maßlösung in der Iodometrie,
- Pathologen verwenden die Lösung, um bei der Autopsie eine Amyloidose nachzuweisen, * Einsatz für das das sogenannte Plummern bei Schilddrüsenüberfunktion,
- zur Fixierung und Konservierung von Phytoplankton-Proben.
Lugolsche Lösung
Die Lugolsche Lösung (1 g Iod und 2 g Kaliumiodid auf 50 ml Wasser) ist der am weitesten verbreitete Spezialfall einer Iod-Kaliumiodidlösung, sie wird auch als fertige Lösung im Handel angeboten. Die Lugolsche Lösung ist nach dem französischen Arzt Jean Guillaume Lugol (1786-1851) benannt, der sie durch Zufall 1835 entdeckte.
Mechanismus des Stärkenachweises
Der Stärkenachweis beruht auf einer charakteristischen und sehr empfindlichen Farbreaktion. Die I5−-Ionen können sich in die Stärke-Moleküle einlagern. Die Einschlussverbindung hat bei Amylose eine blaue und bei Amylopektin eine rotviolette Farbe. Der Unterschied beruht darauf, dass die Amylose-Moleküle schraubenförmig gedreht sind, wodurch die Lichtabsorption sich verändert.
Quellen
- ↑ Die Rezepturen stammen aus: F. Steinecke, Experimentelle Biologie, Quelle u. Meyer, S. 13, 1983, Aufl. 5; Mikrobiologie - Ein Arbeitsbuch für Schüler, Volk und Wissen, 1991, 1. Aufl., S. 175f.
