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Ludwig von Bodelschwingh

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Ludwig Carl Christoph von Bodelschwingh (* 1811; † 1879 in Bonn) war von 1872 bis 1876 Oberpräsident in Hessen-Nassau.

Er stammte aus einer Familie des westfälischen Uradels und hatte nach vollendetem juristischem Studium im Jahre 1838 seine Laufbahn als Oberlandesgerichtsassessor begonnen. Wenige Jahre darauf wechselte er als Justitiar in den Verwaltungsdienst bei der Regierung in Minden über und blieb fortan Verwaltungsbeamter.

Von Minden wurde er als Regierungsrat an das Oberpräsidium der Provinz Sachsen in Magdeburg versetzt, wo er im Jahre 1848 nebenamtlich als Kommissar für den unter staatlicher Beteiligung durchgeführten Eisenbahnbau tätig war. Aus Magdeburg führte ihn sein Weg im Jahre 1850 als Abteilungsdirigent an die Regierung in Königsberg, 1851 nach Münster.

Im Jahre 1853 wirkte er als Vizepräsident der Regierung in Stettin. Aus dieser Tätigkeit wurde er zwei Jahre später als Direktor der Abteilung für Domänen und Forsten in das Finanzministerium berufen und gleichzeitig zum Wirklichen Geheimen Oberfinanzrat ernannt. Nach mehr als zehnjährigem Wirken im Ministerium kehrte er auf seinen eigenen Wunsch an den Ausgangsort seiner Verwaltungslaufbahn zurück und wurde Regierungspräsident in Minden.

Im Anschluss wurde er zum Oberpräsident in Hessen-Nassau berufen. An der Planung für den Bau des Verwaltungsgebäudes der Regierung hat er bestimmenden Anteil genommen. Von Bodelschwingh wurde bei seinem Abschied zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt. Nach seinem Ausscheiden lebte er bis zu seinem Tode im Jahre 1879 in Bonn.

Quelle

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