Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Ludovike Simanowiz
Aus Kefk.
Ludovike Simanowiz (* 21. Februar 1759 in Schorndorf; † 3. September 1827 in Ludwigsburg; gebürtig Kunigunde Sophie Ludovike Reichenbach) war eine württembergische Malerin.
Leben
Ludovike Simanowiz war die Tochter des Regimentsarztes Jeremias Friedrich Reichenbach und seiner Frau Susanne Sophie Reichenbach, geborene Schwegler. Die Familie zog 1762 nach Ludwigsburg (Mömpelgardstraße 26). Ludovike wuchs zusammen mit Friedrich Schiller und seinen Schwestern auf. Die Familie Schiller wohnte 1766 bis 1768 im selben Haus. </br> 1776 begann sie in Stuttgart eine Ausbildung beim württembergischen Hofmaler Nicolas Guibal. 1787 unternahm sie eine erste Parisreise, finanziell unterstützt von der württembergischen Herzogin Franziska von Hohenheim. Sie ließ sich beim französischen Hofmaler Antoine Vestier ausbilden und knüpfte viele Freundschaften. 1788 erhielt sie einen Ruf an den Hof des Friedrich Eugen von Württemberg in Mömpelgard (Montbéliard). 1789 kehrte sie nach Stuttgart zurück und heiratete 1791 Franz Simanowiz, mit dem sie in Ludwigsburg zusammenzog. Im selben Jahr unternahm sie ihre zweite Parisreise. Vor den Wirren der französischen Revolution musste sie 1792/93 über die Normandie und Straßburg aus Frankreich flüchten. 1793/94 malte sie Porträts der Familie Friedrich Schiller. 1798 zog sie mit ihrem Ehemann nach Stuttgart. Im folgenden Jahr erlitt Franz Simanowiz einen Schlaganfall. Aufgrund seiner gelähmten Beine war er auf Hilfe angewiesen. Ludovike Simanowiz pflegte ihren Ehemann 28 Jahre lang und besserte die geringe Pension auf. Sie gab Malunterricht und nahm weibliche Schüler als Pensionsgäste in ihrem Haus auf. 1811/12 zog das Ehepaar wieder nach Ludwigsburg (in die heutige Körnerstraße 16). Am 14. Juni 1827 starb ihr Ehemann Franz Simanowiz. Im selben Jahr starb Ludovike Simanowiz. Ihr Grab ist auf dem Alten Friedhof in Ludwigsburg.
Literatur
- Katharina Küster / Beatrice Scherzer / Andrea Fix: Der freie Blick. Anna Dorothea Therbusch und Ludovike Simanowiz. Zwei Porträtmalerinnen des 18. Jahrhunderts. (Katalog zur Ausstellung des Städtischen Museums Ludwigsburg; Kunstverein Ludwigsburg, Villa Franck, 2002/2003), Kehrer Verlag Heidelberg, ISBN 3-933257-85-9
Weblinks
- Literatur von und über Ludovike Simanowiz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kunstverein Ludwigsburg (Ausstellung November 2002 bis Januar 2003)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Simanowiz, Ludovike |
| ALTERNATIVNAMEN | Kunigunde Sophie Ludovike Reichenbach |
| KURZBESCHREIBUNG | württembergische Malerin |
| GEBURTSDATUM | 21. Februar 1759 |
| GEBURTSORT | Schorndorf |
| STERBEDATUM | 3. September 1827 |
| STERBEORT | Ludwigsburg |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Ludovike_Simanowiz, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
