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Lucy Redler

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Lucy Redler

Lucy Redler (* 17. August 1979 in Hann. Münden) ist politisch aktiv tätig in der WASG und in der SAV. Sie ist Diplom-Sozialökonomin (HWP) und Redakteurin der monatlichen Zeitschrift „Solidarität“, die von der SAV herausgegeben wird. Sie gehört seit 2005 dem geschäftsführenden Landesvorstand der WASG Berlin an.

Redler ist Tochter eines Sozialpädagogen und einer Kinderpflegerin und wuchs in Kassel auf. Sie studierte nach dem Abitur an der HWP in Hamburg bis 2002 zunächst Volkswirtschaftslehre im Diplom I und anschließend bis 2004 Sozialökonomie im Diplom II, anschließend zog sie nach Berlin.

Nach eigenen Angaben wurde sie über die antifaschistischen Demonstrationen zu Anfang der 1990er Jahre politisiert und fand zum Trotzkismus. Während ihrer Hamburger Zeit fiel sie unter anderem als Sprecherin von „Jugend gegen Krieg – einer nach Ansicht des Hamburger Verfassungsschutzes [1] der SAV nahe stehenden Gruppe – auf. „Jugend gegen Krieg“ hatte eine Großdemonstration gegen den Irak-Krieg organisiert, die am 24. März 2003 stattfand [2]. Auch engagierte sich Lucy Redler für attac, unter anderem in einem Ghana-Projekt.

Zur Bundestagswahl 2002 trat sie im Wahlkreis 20 Hamburg-Altona als Einzelbewerberin unter dem Kennwort SAV - Sozialistische Alternative an. Sie erzielte 573 Erststimmen, entsprechend 0,4 Prozent. Bei der Hamburger Bürgerschaftswahl 2004 kandidierte Lucy Redler auf Platz 5 der Landesliste für „REGENBOGEN - für eine neue Linke“. Die Regenbogen-Kandidatur wurde unterstützt von einem Bündnis aus PDS, DKP, SAV sowie anderen linken Organisationen und Einzelpersonen. REGENBOGEN erhielt 1,1% der abgegebenen Stimmen.

Im November 2006 wird Lucy Redler in den Landesvorstand der WASG Berlin gewählt und focierte maßgeblich den eigenständigen Wahlantritt der WASG zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin in Konkurrenz zur regierenden Linkspartei.PDS, der dem von den Bundesführungen eingeleiteten Vereinigungsprozess entgegen steht. Ihrer Meinung nach geht "die Politik des Senats von SPD und L.PDS (...) voll und ganz zu Lasten der Lohnabhängigen, Erwerbslosen und sozial Schwachen. Der Horrorkatalog unsozialer und arbeitnehmerfeindlicher Maßnahmen ist lang."[3]. Sie trat als Spitzenkandidatin der WASG bei den Wahlen in Berlin vom September 2006 an. Mit 2,9% der Stimmen konnte die WASG zwar nicht ins Abgeordnetenhaus, aber in 7 der 12 Bezirksverordnetenversammlungen einziehen.

Am 19. November 2006 wurde Redler im zweiten Wahlgang in den Bundesvorstand der WASG gewählt. Dort vertritt sie weiterhin die Gegner der Fusion mit der Linkspartei.PDS. Auf dem 5. Parteitag der WASG am 25. März 2007 stimmte jedoch die Merheit der Delegierten für die Fusion. Die WASG Berlin beschloss daraufhin unter der Führung Redlers eine eigenständige Regionalpartei als linke Opposition zur neuen Linkspartei zu bilden.

Quellen

  1. Verfassungsschutz Hamburg über den Zusammenhang zwischen "Jugend gegen Krieg" und der SAV
  2. Verfassungsschutzbericht über Hamburger Großdemonstration
  3. Interview mit der Sozialistischen Alternative

Weblinks

Wikipedia
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