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Louise Sophie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg

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Prinzessin Feodora Louise Sophie Adelheid Henriette Amalie zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (* 8. April 1866 in Kiel; † 28. April 1952 in Bad Nauheim) war die Schwester der letzten deutschen Kaiserin.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Louise Sophie wurde als Tochter des Herzogs Friedrich VIII. zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg und dessen Ehefrau Prinzessin Adelheid Victoria Amalie Louise Maria Konstanze (1835-1900), Tochter Fürst Ernst Christian Karl zu Hohenlohe-Langenburg und dessen Gattin Prinzessin Anna Feodora Augusta Charlotte Wilhelmine zu Leiningen.

Geschwister

Leben

Da ihr Vater, Herzog Friedrich VIII., nach dem deutsch-dänischen Krieg 1864, alle Hoffnung auf ein selbstständiges Fortbestehen des Herzogtums aufgeben musste. Zog er sich mit seiner Familie auf Schloss Primkenau (Landkreis Sprottau) zurück. Hier verlebte Louise Sophie mit ihren Geschwistern unbeschwerte Jugendjahre. Ihre Erziehung und die schulische Ausbildung lag in den Händen mehrerer Hauslehrer. Zu deren Ausbildung gehörte auch die praktische Haus- und Gartenarbeiten, sowie Sport, eine besondere Vorliebe entwickelte die Prinzessin dem Radfahren. Im Familienkreis brachte ihr den Spitznamen „Fahrradprinzessin“ ein.

Die Heirat ihrer Schwester Auguste Viktoria mit dem Prinzen Wilhelm von Preußen (dem späteren Kaiser Wilhelm II) 1881 rückte die herzogliche Familie unvermutet im Interesse der Öffentlichkeit. Eine weitere Annäherung kam dann durch ihre Heirat mit dem Preußenprinzen Friedrich Leopold, einem Vetter des Kaisers, aus der Glienicker Linie zustande.

Heirat und Nachkommen

Die Trauung fand am 24. Juni 1889 in Berlin mit Prinz Joachim Karl Wilhelm Friedrich Leopold von Preußen (1865-1931), Sohn des Prinz Friedrich Karl von Preußen (1828-1885) und Prinzessin Maria Anna von Anhalt-Dessau (1837-1906). Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:

  • Victoria Margarete (1890-1923) ∞ Prinz Heinrich XXXIII. Reuß-Köstritz
  • Joachim Viktor Wilhelm Leopold Friedrich Sigismund (1891-1927, Reitunfall) ∞ Prinzessin Maria Louise Dagmar Bathildis Charlotte zu Schaumburg-Lippe
  • Tassilo Wilhelm Humbert Leopold Friedrich Karl (1893-1917, gefallen in Frankreich)
  • Franz Joseph Oskar Ernst Patrick Friedrich Leopold (1895-1959)

Neben ihren eigenen Verpflichtungen stand Louise Sophie ihrer Schwester, Kaiserin Auguste Viktoria, häufig bei Repräsentationsaufgaben zur Seite oder vertrat sie allein beim Besuch der Hospitäler und soziale Einrichtungen.

Schicksalsschläge

  • 1917 erlag ihr Sohn, Prinz Tassilo Wilhelm, in Rouen seinen schweren Verletzungen, die er als Flieger im Luftkampf um England erhalten hatte.
  • 1923 starb ihre Tochter Prinzessin Viktoria Margarete an den Folgen einer schweren Grippe. Nach ihrer gescheiterten Ehe wollte sie ihren Cousin August Wilhelm von Preußen (1887-1949), vierter Sohn des letzten deutschen Kaiser Wilhelm II., heiraten.
  • 1927 stürzte der erfahrene Military-Reiter, Prinz Friedrich Sigismund, so unglücklich vom Pferd, dass er an seinen inneren Verletzungen starb.
  • 1931 verstarb ihr Mann, Friedrich Leopold Prinz von Preußen.
  • 1939 zwangen die Nationalsozialisten die Familie, den Familiensitz, Schloss Klein-Glienicke, zu verkaufen.

Literatur

1939 veröffentlichte Louise Sophie ihre Memoiren „Behind the scenes at the Prussian Court“ (John Murray, London).

Wikipedia
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