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Lotus Symphony
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Lotus Symphony war ein integriertes Programmpaket der Firma Lotus Development. Es enthielt eine Tabellenkalkulation (abgeleitet aus Lotus 1-2-3) sowie Textverarbeitung, Datenübertragung und Datenbankfunktionen.
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Programmanwendung und Voraussetzungen
Ein Ziel dieser Entwicklung war es für die Firma Lotus in den 1980er Jahren, ein integriertes Softwarepaket vergleichbar zu AppleWorks, aber für das Betriebssystem DOS auf den Markt zu bringen und die vom Markt gut angenommene Tabellenkalkulation Lotus 1-2-3 um eine integrierte Textverarbeitung zu erweitern.
Symphony war ein DOS-Programm, das beim Start vollständig in den Hauptspeicher des Rechners geladen wurde. Über die Funktionstaste F10 war es möglich, zwischen den verschiedenen Programmfunktionen Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Datenübertragung, einer tabellengestützten Datenbank und der Geschäftsgrafik umzuschalten. Es war damit bereits in der Zeit vor Windows möglich, den Bildschirm aufzuteilen und in den jeweiligen Bildschirmhälften mit unterschiedlichen Programmmodulen nebeneinander zu arbeiten. Dabei wirkten sich Änderungen auf der einen Seite, z. B. der Datenbank, gleich auf der anderen Seite, z. B. der Textverarbeitung, aus. Das war einer der interessanten Aspekte der Software.
Die Datenhaltung innerhalb des Programms fand vollständig in einem tabellenkalkulationsartigen Zellenformat (Dateierweiterung: *.wr1) statt. Die anderen Module haben darauf zugegriffen und nur die Darstellung und die angebotenen Bearbeitungsfunktionen unterschied sich von der einer Tabellenkalkulation.
Symphony war darauf ausgelegt, vollständig in dem verfügbaren Hauptspeicher eines 80286-Prozessors von 640 KiB ablaufen zu können, dazu kam noch ggf. das durch Treiber als Expanded Memory konfigurierte Extended Memory oberhalb von 640 KiB.
Vergleichbare Produkte
Ähnliche und vergleichbare Programme waren SmartWare, Microsoft Works, Context MBA, Ashton Tates Framework, Enable und Ability Office. Lotus Jazz war die Parallelentwicklung von Lotus für den Apple Macintosh.
Leistungsfähigkeit der Module
Verglichen mit den verfügbaren Tabellenkalkulationsprogrammen entsprach der Programmkern der Tabellenkalkulation vollständig der in Lotus 1-2-3.
Verglichen mit den häufig eingesetzten Textverarbeitungsprogramme jener Zeit wie Wordstar 3.3 von Micropro, WordPerfect 4.2 oder Microsoft Word 2.0 war die Textverarbeitung von Symphony weniger vielseitig, aber einfacher und schneller zu erlernen und zu benutzen.
Der Datenbankteil, verglichen mit den gängigen Paketen wie Ashton Tate's dBase III, MDBS Knowledgeman und Borlands Datenbanken Paradox 2.0 oder Reflex 1.0, war jedoch schwach und ließ die ausgefeilten Abfragemöglichkeiten von Reflex oder die Pseudo-Relationelen Fähigkeiten von dBase III vermissen. Aber die Datenbank war schnell und konnte innerhalb der Tabellenkalkulation benutzt und einfach (u. a. mit VLOOKUP) abgefragt werden.
Darüberhinaus enthielt Symphony wie bereits sein Vorgänger Lotus 1-2-3 eine genügend leistungsfähige Programmiersprache, die man als Makros bezeichnet. Entscheidende war jedoch die Integration, diese Makros waren von den verschiedenen Programmmodulen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation usw.) aus benutzbar.
Zu seiner Zeit war es eines der wenigen Programme, das eine Datenübertragung z. B. von Börsendaten auf den PC und anschließende Auswertung nach bereits vorgegebenen oder interaktiv eingegebenen Kriterien erlaubte und diese innerhalb einer Tabellenkalkulation darstellen, berechnen, in einer Geschäftsgrafik darstellen und ausdrucken konnte. Das war auch in unbeaufsichtigtem Batchmodus zu vorgegebenen Tagen und Zeiten möglich.
Versionen
| Programmversion | 1.0 | 1.1 | 1.2 | 2.0 | 2.2 | 3.0 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Veröffentlichungsjahr | 1985 | 1985 | 1986 | 1989 | 1990 | 1992 |
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