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Lormen
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In „Handalphabet“ stehen historische Einzelheiten zu Hieronymus Lorm, unter „Lormen“ dagegen auch Dinge, die für Tastalphabete allgemein gelten. -- Olaf Studt 16:14, 1. Apr. 2007 (CEST)
Das Lormen ist eine Kommunikationsform für Taubblinde zur Verständigung mit anderen Menschen, benannt nach Hieronymus Lorm. Der „Sprechende“ tastet dabei auf die Handinnenfläche des „Lesenden“. Dabei sind einzelnen Fingern, sowie bestimmten Handpartien bestimmte Buchstaben zugeordnet (Lorm-Alphabet).
Lormen ist für schriftsprachkompetente Menschen relativ leicht erlernbar. Es stellt jedoch hohe kognitive Anforderungen und ist dadurch als Kommunikationssystem nicht für alle Personen mit Sinnesbehinderung geeignet. Vor allem für spät erblindete Gehörlose oder bei spät erworbener Taubblindheit wird es erfolgreich verwendet.
Sind beide Partner geübt im Lormen, geht die Kommunikation sehr schnell. Für die Kommunikation mit einer Gruppe von nicht sinnesbehinderten Menschen muss ein sprechender „Dolmetscher“ vorhanden sein, der das Lormen beherrscht. Die Muttersprache der Taubblinden ist meistens jedoch nicht das Lormen, sondern eine abgewandelte Form der Gebärdensprache, bei welcher der Taubblinde die Gesten der Gebärdensprache mit den Händen abtastet.
Für andere ethnische Sprachen gibt es andere Tastalphabete, im englischen Sprachraum beispielsweise das Deafblind alphabet [1], eine Abwandlung von BANZSL [2].
Siehe auch
Literatur
- Peter Hepp: Die Welt in meinen Händen. Ein Leben ohne Hören und Sehen, Verlag List, Berlin. ISBN 3-471-79534-0
Weblinks
- Das Tastalphabet
- Eine Erfindung für taubblinde Menschen
- So funktioniert das Lormen - SternTV
- Pro & Contra für Lormen
- Erlernen Sie das Lormalphabet online
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