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Lorenz Breunig
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Lorenz Breunig (* 11. August 1882 in Weilbach; † Februar 1945 im KZ Sachsenhausen) war ein Verfolgter unter dem Regime der Nationalsozialisten. Als USPD/SPD Abgeordneter im Reichstag und Gewerkschafter galt er als Feind der NSDAP.
Leben
Die Wurzeln des Widerstandskämpfers befinden sich in Weilbach (Bayern). Am 11. August 1882 erblickte er im Haus Nr. 73, in der jetzigen Brunnengasse - im Weilbacher Sprachgebrauch "Rummelse-Gasse"-, als Sohn von Wendelin Breunig und seiner Frau Maria, geborene Ripberger, das Licht der Welt.
Über die Kindheit und Schulzeit Lorenz Breunigs ist gut wie nichts bekannt, auch nichts über die Hintergründe des Umzugs der Familie ins badische Aglasterhausen. Breunig hat nach der Schule von 1895 bis 1899 eine Lehre als Dreher absolviert und etwa bis 1917 den Beruf in verschiedenen Gegenden Deutschlands, in Österreich und auch in der Schweiz ausgeübt. Unterbrochen wurde die Tätigkeit durch die Einberufung zum Militär während des 1. Weltkriegs. 1905 heiratete Breunig die aus Mannheim stammende Anna Theresia Schmider. Sechs Kinder gingen aus der Ehe hervor. Die Tochter Franziska wurde 1909 in Weilbach geboren.
1917 kam Breunig als Angestellter zur damals königlich preußischen Eisenbahnverwaltung nach Frankfurt am Main. Dort knüpfte er vermutlich die ersten Kontakte zur Gewerkschaft. Er zog 1919 nach Berlin um und war dort als Sekretär im Hauptvorstand des "Deutschen Eisenbahnverbandes" tätig. Von 1920 bis 1924 gehörte der gebürtige Weilbacher dem Reichstag an. Gewählt wurde er über die Liste der USPD, 1922 wechselte er zur SPD über und widmete sich 1924 an exponierter Stelle ausschließlich der Gewerkschaftsarbeit bis er 1933 von den Nationalsozialisten "kalt gestellt" wurde und sich als Versicherungsvertreter seine Brötchen verdienen musste. Am 1. September 1939, als der 2. Weltkrieg ausbrach, wurde er verhaftet und ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert, in das er nach Zwischenaufenthalten in den Gefängnissen Plötzensee und Moabit wieder zurückkam. Mitte Februar 1945 starb Lorenz Breunig in den Gaskammern des Konzentrationslagers Sachsenhausen.
Gedenken
Der SPD Ortsverein Weilbach-Weckbach weihte am 11. Juni 2005 einen Gedenkstein für Lorenz Breunig ein. Zudem benannte die Marktgemeinde eine Straße nach ihm.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Breunig, Lorenz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker |
| GEBURTSDATUM | 11. August 1882 |
| GEBURTSORT | Weilbach (Bayern) |
| STERBEDATUM | Februar 1945 |
| STERBEORT | KZ Sachsenhausen |
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