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Lohmühle
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| Bild:Disambig-dark.svg | Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Lohmühle (Begriffsklärung). |
Eine Lohmühle dient zur Zerkleinerung der für die Lohgerberei notwendigen pflanzlichen Gerbmittel. Es werden vor allem Fichten- und Eichenrinden aus Lohwäldern zur Lohe zermahlen. Diese ist sehr gerbsäurehaltig und deshalb geeignet zum Gerben von Leder.
Nach einer vorbereitenden Zerkleinerung des Mahlguts wird dieses in der eigentlichen Mühle gemahlen. Mehrere Prinzipien kommen hier zur Anwendung: entweder das Kaffeemühlenprinzip (Glockenmühlen), Desintegratoren oder horizontale Mühlsteine.
In der Nähe früherer Gerbereien fanden sich häufig Lohmühlen. Ihre Standorte fanden oft Eingang in Straßen- oder Gaststättennamen wie beispielsweise in der Kölner Innenstadt die Straßenabschnitte unterhalb der Pantaleonskirche: Rothgerberbach, Blaubach, Mühlenbach – dort standen etliche Lohmühlen, die vom Rheinauhafen her mit Mahlgut versorgt wurden und ihrerseits die Gerber bachaufwärts belieferten.
Verschiedene Lohmühlen, die um 1750 errichtet wurden, standen zum Beispiel auch auf der Lohmühleninsel am Landwehrkanal im Berliner Ortsteil Kreuzberg.
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