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Llywelyn ap Gruffydd

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Llywelyn ap Gruffydd, Fürst von Wales
Llywelyn ap Gruffydd, Fürst von Wales

Llywelyn (II.) ap Gruffydd (auch: Gruffudd; * 1246, † 11. Dezember 1282 bei Builth) war Fürst von Gwynedd in Nordwales und Enkel des Fürsten Llywelyn ap Iorwerth (der Große).

Llywelyn folgte 1246 seinem Onkel Dafydd ap Llywelyn als Fürst von Gwynedd nach, übte aber nur im westlichen Teil des Territoriums tatsächlich Macht aus. Den östlichen Teil hatte Heinrich III. zum englischen Krongut gemacht. Wie sein Großvater arbeitete Llywelyn an der Konsolidierung seiner Territorialmacht. In der Schlacht bei Bryn Derwin 1255 besiegte er seine Brüder Owain den Roten und Dafydd. Im folgenden Jahr nutzte Llywelyn einen Aufstand der englischen Barone und eroberte Ost-Gwynedd zurück. Bis 1257 besiegte er weitere walisische und englische Adlige und erreichte die Hoheit über ganz Südwales. Im Jahr 1258 proklamierte er sich zum Fürsten von Wales.

Im Jahre 1262 verbündete er sich mit den englischen Baronen und Simon de Montfort, dessen Tochter Eleonore er heiratete. Er wurde 1265 im Vertrag von Shrewsbury als oberster Lehnsherr von Wales anerkannt. Der spätere Eduard I. von England erkannte als Kronprinz im Frieden von Montgomery 1267 das vergrößerte Territorium und die Lehnshoheit Llywelyns über die walisischen Großen an, beanspruchte für sich selbst aber die Lehnshoheit über Llywelyn. Als Eduard 1277 den englischen Thron bestieg, verweigerte Llewelyn ihm die Huldigung. Er forderte den neuen König heraus, indem er Burgen und Schlösser an der Grenze weiter befestigte. Noch 1277 marschierte Eduard I. in Wales ein, belagerte Llywelyn im Gebirgszug des Snowdon und unterwarf ihn. Llywelyn musste im Vertrag von Aberconwy auf die oberste Lehnsherrschaft in Wales verzichten und sich auf sein ursprüngliches Gebiet im Westen Gwynedds beschränken, den Titel des Fürsten von Wales behielt er allerdings weiterhin.

1282 rebellierte er erneut gegen den englischen König und fiel schließlich in der Schlacht von Orewin Bridge nahe Builth. Sein Bruder und Nachfolger Dafydd ap Gruffydd wurde ein Jahr später hingerichtet. Damit verlor Wales seine politische Unabhängigkeit. Der Titel Prince of Wales ist bis heute der des englischen Thronfolgers.

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