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Livia Drusilla

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Marmorkopf der Livia, Römisch-Germanisches Museum, 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts
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Livia Drusilla
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Münzbild Livias

Livia Drusilla (* 30. Januar 58 v. Chr.; † 29 n. Chr. in Rom), meist nur kurz Livia genannt, war die langjährige dritte Ehefrau des römischen Kaisers Augustus.

Sie entstammte den in der römischen Politik aktiven Familien der Claudii und der Livii Drusi. 42 v. Chr. heiratete sie ihren Cousin Tiberius Claudius Nero, von dem sie im folgenden Jahr den Sohn Tiberius bekam. Zum zweiten Mal schwanger, heiratete sie nach einer schnellen Scheidung am 17. Januar 38 v. Chr. den damaligen Triumvirn Oktavian, den späteren Augustus. Drei Tage zuvor (eventuell erst drei Monate später) hatte sie ihren zweiten Sohn Drusus zur Welt gebracht. Fälschlich wurde mitunter vermutet, dass Augustus der Vater von Drusus gewesen sei.

Die beiden Söhne wuchsen nach dem Tod ihres Vaters (33 v. Chr.) im Haushalt des Augustus auf. Livia erhielt, insbesondere nach der Beendigung der Bürgerkriege und der Begründung des Prinzipats durch ihren Mann, zahlreiche Ehrungen und Vorrechte. Gemäß dem Ideal, das für römische Frauen galt, war sie aber nie formal in der Politik tätig. Wie weit sie ihren Mann beeinflusste, insbesondere zur Förderung ihrer beiden Söhne, ist nicht genau zu erkennen. Spätere Historiker und Schriftsteller haben umfangreiche Intrigen bis hin zu Mord unterstellt, die aber nicht zu belegen sind.

Nach dem Tod des Augustus erhielt Livia mit der formalen Aufnahme (durch Adoption) in die Familie ihres verstorbenen Mannes den Namen Iulia Augusta. Sie war die erste Frau, die die weibliche Form des Ehrennamens Augustus führte. Von ihrem Enkel Claudius wurde sie 42 zur Göttin erhoben.

Literatur

  • Anthony A. Barrett: Livia. First lady of Imperial Rome. Yale University Press, New Haven 2002, ISBN 0-300-09196-6.
  • Claudia-Martina Perkounig: Livia Drusilla – Iulia Augusta. Das politische Porträt der ersten Kaiserin Roms. Böhlau, Wien 1995, ISBN 3-205-98221-5.
  • Rolf Winkes: Livia, Octavia, Iulia. Porträts und Darstellungen. Providence und Louvain-la-Neuve 1995
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(Archaeologia Transatlantica, 13)..

Weblinks

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