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Lithiumniobat
Aus Kefk.
| Strukturformel | ||
|---|---|---|
| Bild:Linbo3 Unit Cell.png Hexagonale Einheitszelle | ||
| Allgemeines | ||
| Name | Lithiumniobat | |
| Andere Namen | Lithium-Niob-Oxid | |
| Summenformel | LiNbO3 | |
| CAS-Nummer | 12031-63-9[1] | |
| Kurzbeschreibung | weißer Feststoff | |
| Eigenschaften | ||
| Molmasse | 147,85 g/mol | |
| Aggregatzustand | fest | |
| Dichte | 4,3 g/cm3[1] | |
| Schmelzpunkt | 1275 °C[1] | |
| Siedepunkt | ? | |
| Dampfdruck | ? | |
| Sicherheitshinweise | ||
| Gefahrstoffkennzeichnung | ||
| ||
| R- und S-Sätze | R: keine R-Sätze[1] | |
| S: keine S-Sätze[1] | ||
| weitere Sicherheitshinweise | ||
| MAK | ? | |
| LD50 (oral, Ratte) | 8000 mg/kg[1] | |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||
Lithiumniobat (LiNbO3) ist ein transparentes, kristallines Material. Es kommt nicht in der Natur vor und wird üblicherweise nach dem Czochralski-Verfahren aus einer Schmelze (Gemisch aus Lithiumoxid und Niob(V)-oxid) gezogen.
Inhaltsverzeichnis |
Kristalleigenschaften
Lithiumniobat besitzt eine trigonale Kristallstruktur (Punktgruppe 3m, Raumgruppe R3c).
Physikalische Eigenschaften
Lithiumniobat kristallisiert als farbloser Festkörper mit einem weiten Transparenzbereich beginnend im nahen UV- bis in den mittleren IR-Bereich entsprechend Wellenlängen von 320 bis 5600 nm. Lithiumniobat ist doppelbrechend und hat bei 633nm Brechungsindices von no = 2,286 und ne = 2,202.
Die Kristalle haben eine Mohs-Härte von 5. Lithiumniobat zeigt eine Anzahl physikalischer Effekte: es ist unterhalb der Curie-Temperatur von 1140 °C ferroelektrisch, außerdem besitzt es optisch nichtlineare, elektrooptische, photorefraktive, elastooptische, piezoelektrische und pyroelektrische Eigenschaften.
Hervorzuheben ist, dass Lithiumniobat oberhalb der Curie-Temperatur noch kein Symmetriezentrum hat und deshalb im Gegensatz zu anderen Ferroelektrika weiter piezoelektrisch ist.
Einsatzgebiete
- Interdigitaltransducer und darauf basierend
- Bandpassfilter (Oberflächenwellenfilter) in Hochfrequenz-Schaltungen, z. B. Mobiltelefonen und Fernsehern
- Laser
- Modulatoren
- Integrierte Optik
- Holographie
Quellen
Literatur
Armin Räuber: Chemistry and Physics of Lithium Niobate. In: Current Topics in Materials Science. Volume 1, S. 481, North-Holland 1978.
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