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Lithiumiodid

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Strukturformel
Bild:NaCl-estructura cristalina.svgLiI(cF8)
Natriumchlorid-Struktur
Allgemeines
Name Lithiumiodid
Andere Namen Lithiumjodid
Summenformel LiI
CAS-Nummer 10377-51-2 (wasserfrei)[1]
Kurzbeschreibung farblose, sich gelblich färbende Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 133,85 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte 4,43 g/cm3)[1]
Schmelzpunkt 449 °C[1]
Siedepunkt 1170-1190 °C[1]
Dampfdruck 100 Pa (711 °C)
Löslichkeit

sehr gut löslich in Wasser [1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbole
R- und S-Sätze R: 61-36/37/38[1]
S: 22-26[1]
weitere Sicherheitshinweise
MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Lithiumiodid LiI, das Lithiumsalz der Iodwasserstoffsäure, bildet farblose, stark hygroskopische Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 469°C, einem Siedepunkt von 1180°C und einer Dichte von 4,1 g·cm-3. Die molare Masse des wasserfeien Lithiumiodids beträgt 133,85 g/mol. An Luft färben sich die Kristalle schnell gelblich bis bräunlich, da das Iodid zum Iod oxidiert wird. Neben dem wasserfreien Lithiumiodid existieren noch verschiedene Hydrate, bekannt sind LiI·nH2O mit n= 0,5, 1, 2 und 3.

Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Die Herstellung von Lithiumiodid erfolgt durch Umsetzung wässriger Lithiumhydroxid- oder Lithiumcarbonatlösungen mit Iodwasserstoff und anschließender Aufkonzentrierung und Trocknung.

LiOH + HI → LiI + H2O
Li2CO3 + 2 HI → 2 LiI + H2O + CO2

Das wasserfreie Lithiumiodid kann auch durch Reaktion von Lithiumhydrid mit Iod in wasserfreiem Diethylether hergestellt werden.

LiH + I2 → LiI + HI

Eigenschaften

Das Trihydrat weist einen Schmelzpunkt von 72°C und eine Dichte von 3,5 g·cm-3 auf. Beim Erhitzen verliert es bei 80°C zwei Moleküle Kristallwasser und bei 300°C ein Molekül Kristallwasser. Lithiumiodid ist gut in Wasser löslich (> 500g LiI/l Wasser).

Verwendung

Das wasserfreie Lithiumiodid wird für organische Synthesen verwendet, in Batterien dient es als Elektrolyt. Dotierte Kristalle dienen als Szintillationsdetektor für energiereiche Neutronen.

Quellen

  1. . a b c d e f g Sicherheitsdatenblatt (alfa-aesar)
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