Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Liste von Wahrscheinlichkeitsverteilungen
Aus Kefk.
Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie eine Zufallsvariable verteilt sein kann. Hier soll ein Überblick über die bekanntesten Wahrscheinlichkeitsverteilungen gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis |
Eigenschaften
Verteilungsfunktion
Die Verteilung ist durch die Verteilungsfunktion oder Dichtefunktion vollständig festgelegt.
Bezeichnung Kurzzeichen Vtlg. von X
Verteilungsfunktion
Dichtefunktion bzw. Wahrscheinlichkeitsfunktion
Binomialverteilung Bn,p
Negative Binomialverteilung NBn,p
Geometrische Verteilung (Variante B) Gp
Hypergeometrische Verteilung HM,N,n
Poissonverteilung Pα
Diskrete Gleichverteilung DLn
Gleichverteilung La,b
Exponentialverteilung Eα
Erlangverteilung Eα,n
Normalverteilung
Logarithmische Normalverteilung
Weibull Verteilung Wμ,σ,λ
Chi-Quadrat Verteilung Ck
Studentverteilung Tk
Fisherverteilung Fm,n
Gammaverteilung Gb,p
Erwartungswert, Varianz
Erwartungswert, Varianz ergeben sich aus der Verteilungsfunktion. Hier eine Übersicht.
Verteilung P(X = k) Erwartungswert Varianz Bernoulli-Verteilung (Null-Eins-Verteilung)
p p(1 − p) Binomialverteilung
np np(1 − p) - negative Binomialverteilung (Pascal-Verteilung)
Geometrische Verteilung - Variante A p(1 − p)k − 1 für
- Variante B p(1 − p)kfür
Diskrete Gleichverteilung
Hypergeometrische Verteilung Parser-Fehler (Unbekannter Fehler\displaystyle): \frac{\displaystyle{M \choose k}{N-M \choose n-k}}{\displaystyle{N \choose n}}
Logarithmische Verteilung
Multinomialverteilung (Polynomialverteilung) Panjer-Verteilung
Poisson-Verteilung
λ λ - Gemischte Poisson-Verteilung - Verallgemeinerte Poisson-Verteilung Zipf-Verteilung (Zeta-Verteilung)
Gleichverteilung La,b
Exponentialverteilung Eα
Erlangverteilung Eα,n
Normalverteilung
μ σ2 Logarithmische Normalverteilung
exp(μ + σ2 / 2) exp(2μ + σ2) * (exp(σ2) − 1) Weibull Verteilung Wμ,σ,λ μ + σ * Γ(1 + 1 / λ) σ2 * [Γ(1 + 2 / λ) − (Γ(1 + 1 / λ))2] Chi-Quadrat Verteilung Ck k 2k Studentverteilung Tk 0 (für k>1)
(für k>2)
Fisherverteilung Fm,n
(für n>2)
(für n>4)
Gammaverteilung Gb,p
Beziehungen zwischen den Verteilungen
Beschreibung Merkhilfe *) Das Quadrat einer standardnormalverteilten Zufallsvariable ist Chi-Quadrat-verteilt mit Parameter 1.
Die Summe unabhängiger Chi-Quadrat-verteilter Zufallsvariabler ist wieder Chi-Quadrat-verteilt. Ck + Cl = Ck + l Die Summe unabhängiger normalverteilter Zufallsvariabler ist wieder normalverteilt.
Die Summe unabhängiger poissonverteilter Zufallsvariabler ist wieder poissonverteilt. Pα + Pβ = Pα + β Die Summe unabhängiger binomialverteilter Zufallsvariabler mit gleichem Parameter p ist wieder binomialverteilt. Bm,p + Bn,p = Bm + n,p Die Summe unabhängiger negativbinomialverteilter Zufallsvariabler mit gleichem Parameter p ist wieder negativbinomialverteilt. NBm,p + NBn,p = NBm + n,p Die Summe unabhängiger erlangverteilter Zufallsvariabler mit gleichem Parameter α ist wieder erlangverteilt. Eα,m + Eα,n = Eα,m + n Die Summe unabhängiger gammaverteilter Zufallsvariabler mit gleichem Parameter b ist wieder gammaverteilt. Gb,p1 + Gb,p2 = Gb,(p1 + p2) Zusammenhang zwischen Erlangverteilung und Exponentialverteilung. Eα,1 = Eα Zusammenhang zwischen Erlangverteilung und Chi-Quadrat Verteilung.
Zusammenhang zwischen Erlangverteilung und Gammaverteilung. (Für ganzzahligen zweiten Parameter stimmt die Gammaverteilung mit der Erlangverteilung überein.)
Eα,n = Gα,n Zusammenhang zwischen Weibull Verteilung und Exponentialverteilung.
Sind X und Y unabhängige Zufallsvariable, X standardnormalverteilt und Y Ck-verteilt, dann ist
Tk-verteilt.
Sind X und Y unabhängige Zufallsvariable, X Cm-verteilt und Y Cn-verteilt, dann ist
Fm,n-verteilt.
Der Logarithmus einer logarithmischnormalverteilten Zufallsvariablen ist normalverteilt.
Ist Z negativbinomialverteilt mit Parameter 1 und p, so ist Z-1 geometrisch verteilt mit Parameter p. NB1,p − 1 = Gp
*) In der Merkhilfe steht zum Beispiel Ck nicht für die Chi-Quadrat Verteilung, sondern für eine Zufallsvariable in Chi-Quadrat Verteilung. Der Unterschied liegt darin, dass etwa die Verteilung der Summe von Zufallsvariablen (sie wird als Faltung der Verteilungen bezeichnet) üblicherweise mit zum Beispiel Ck * Cl (Ck,Cl Verteilungen) angeschrieben wird anstatt wie hier mit Ck + Cl (Ck,Cl Zufallsvariable). Der Vorteil der Schreibweise Ck * Cl (Ck,Cl Verteilungen) liegt darin, dass sie schon andeutet, welche Operation auf die Verteilungsfunktionen anzuwenden ist, um die Verteilung der Summe zu erhalten. Der Vorteil der Schreibweise Ck + Cl (Ck,Cl Zufallsvariable) liegt darin, dass sie angibt, welche Operation ursprünglich auf die Zufallsvariable gewirkt hat.
Das Zeichen „=“ steht für „hat gleiche Verteilung wie“.
Diejenigen Zufallsvariablen, die auf der linken Seite des Gleichheitszeichens stehen, seien stets vollständig unabhängig voneinander.
Aus den oben angeführten Regeln folgt zum Beispiel (in „Merkhilfe“-Notation):
.
Man beachte, dass dabei die erste Zufallsvariable
von der zweiten Zufallsvariablen
unabhängig sein muss. Wenn man stattdessen beide Male dieselbe Zufallsvariable verwendet, wenn man also
berechnet, ist das Ergebnis ein anderes!
Weblinks
Interaktive Verteilungsveranschaulichungen
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Liste_von_Wahrscheinlichkeitsverteilungen, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
