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Linguistik der Anspielung

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Linguistik der Anspielung bezeichnet ein diskurstheoretisches Konzept in der Sprachwissenschaft und Soziologie nach dem Linguisten Franz Januschek.

Wesentlich für dieses Konzept ist, dass sich die Bedeutung eines Diskurses erst erschließen lässt, wenn die Ebene der Anspielungen untersucht wird. Untersucht werden dabei nicht individuelle Assoziationsketten, sondern systematische Anspielungen, die eine bestimmte Ausdrucksform beinhaltet. Dabei werden die Möglichkeiten des Verstehens dieser Ausdrucksform erforscht. Das geschieht dadurch, dass die untersuchte Ausdrucksform innerhalb eines Diskurses verglichen wird mit allen anderen Ausdrucksformen des Diskurses, um anhand dessen alle möglichen Bedeutungen der Ausdrucksform herauszuarbeiten.

Unter einem Diskurs versteht Januschek das komplexe System zusammengehöriger Äußerungen und Texte als ganzes, sowie die Texte und Äußerungen, die sich als Teile auf eine komplexes System beziehen oder beziehen lassen. Wie bei Foucault versteht er Sprechen als Praxis, die Wirklichkeit konstruiert.

Siehe auch: Theorie der Kollektivsymbolik, Limitische Symbolik, Diskursanalyse


Literatur

  • Franz Januschek (1986): Arbeit an Sprache. Konzept für eine Empirie einer politischen Sprachwissenschaft, Opladen.
  • Franz Januschek (Hg.) (1985): Politische Sprachwissenschaft, Opladen.
  • Franz Januschek (1991): Rechtspopulismus und NS-Anspielungen am Beispiel des österreichischen Politikers Jörg Haider, Duisburg.
  • Siegfried Jäger (2004): Kritische Diskursanalyse. Eine Einführung. ISBN 3-89771-732-8
Wikipedia
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