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Linearschrift
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Unter Linearschrift versteht man nicht nur die bekannten Linearschriften Linear A und Linear B, sondern meint die stark vereinfachte Form der Bildschrift, wobei die eigentlichen Bildzeichen zu simplen Strichzeichen geworden sind.
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Die bekanntesten Linearschriften
Am bekanntesten sind wohl die Linearschriften A und B, die auf Kreta entdeckt wurden. Es sind aber auch andere Linearschriften in Griechenland verbreitet, wie z. B. auf Peloponnes oder Mittelgriechenland.
Ablauf einer Schriftentwicklung
Die ersten Ansätze setzen normalerweise bei direkten Abbildungen an. Auch die Hieroglyphen wurden durch Darstellung von Objekten verwirklicht. Auch die Sumerer besaßen eine Bilderschrift, sogar wesentlich früher als die Ägypter, die später zur Keilschrift weiterentwickelt wurde.
Erfinder der Schriften in einem Volk
Bei den Ägyptern und Sumerern kann man davon ausgehen, dass es Priester oder sonstige Tempeldiener waren, die mittels Zählsteinen und Kerbhölzern versuchten, sich eine Übersicht zu verschaffen.
In der Frühzeit beider Völker waren die Tempel und ihre Bediensteten nicht nur mit geistlichen Aufgaben beschäftigt. Sie hatten z. B. auch die Aufgabe, Bildung zu vermitteln. Aber es waren auch vielmehr weltliche Bedürfnisse, die zur Entwicklung einer Bilderschrift führten.
Das große Geheimnis: Linear A
Die Sprachen und Schriften Linear A und Linear B wurden nach allgemeiner Annahme kurz hintereinander in der minoischen Kultur auf Kreta verwendet. Doch obwohl bei beiden die Texte horizontal von links oben nach rechts unten angeordnet sind - weshalb sie überhaupt Linearschriften genannt wurden -, haben sie ansonsten nichts miteinander gemeinsam. Sowohl die Schriften und auch die Sprachen unterscheiden sich in allen Punkten.
Das ältere Linear A, das in einer Silbenschrift geschrieben wurde, ist höchstwahrscheinlich nicht mit dem Griechischen verwandt. Die Schriftzeichen, von denen anscheinend jedes für eine Silbe der Sprache steht, bestehen aus einfachen Kombinationen von Strichen und konnten bis heute nicht entziffert werden, sodass die Historiker nur Vermutungen über den Ursprung von Linear A machen können. Im Rahmen einer Reihe von Forschungen ist die Sprache bereits mit fast sämtlichen anderen Sprachen des Mittelmeerraums und Vorderasiens in Verbindung gebracht worden.
Beim später verwendeten Linear B handelt es sich um einen frühen Dialekt des Griechischen, der in einer Buchstabenschrift geschrieben wurde. Das Griechische selbst ist eine indogermanische Sprache, während Linear A höchstwahrscheinlich vorindoeuropäischen Ursprungs sein dürfte.
Literatur
- Mike Hillenbrand: Allgemeinbildung Geschichte und Politik. Compactverlag, ISBN 3-8174-5451-1
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