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Lindy Hop

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Lindy Hop

Technik:
Art: Paartanz, Gesellschaftstanz, Turniertanz
Musik: (überwiegend) Swing, Big Band, auch (seltener) Blues, Soul, Pop, Hip Hop
Taktart: meist 4/4-Takt
Tempo: ~25-60+ TPM
Herkunft: USA
Entstehungszeit: ~1920
Liste der Tänze
Wikipedia
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Lindy Hop ist ein Tanzstil, den Charleston, Break-Away, Step-Tanz, andere Jazz-Tänze, traditionelle westafrikanische, aber auch europäische Tänzen prägten. Als Gesellschaftstanz wird er vor allem zu zweit getanzt, wobei der Spaß an der Harmonie, dem Austausch von Bewegungsideen während des Tanzes und an der Musikinterpretation im Vordergrund steht.

Der Tanz entstand in den 1920er Jahren in den großen Ballsälen New Yorks zur Musik der Big Bands, die die Jazzmusik zur orchestralen Swing (Tanz)-Musik weiterentwickelten. Eine besondere Bedeutung kommt dem größten, dem Savoy Ballroom in Harlem zu. Er war für alle Bevölkerungsschichten und Hautfarben offen, ein Schmelztiegel verschiedenster Tanzkulturen, in dem sich der Lindy Hop zu einer besonderen Attraktion entwickelte. Er zog Prominenz und High Society ins Savoy, was ihm über Harlem hinaus Beachtung verschaffte.

Bild:Lindy hop.jpg
Lindy Hop tanzendes Paar beim Sacramento Jazz Jubilee, USA (2006)

Die Energie des Tanzes, die jazztypische Improvisation und die Offenheit für andere musikalische und tänzerische Einflüsse hat zu einem weiten Spektrum an typischen Bewegungselementen geführt, das sich bis heute weiter entwickelt und erweitert. Lange Zeit stilprägend war der sogenannte "Savoy Style" von Whitey's Lindy Hoppers, einer Showtruppe, die ihren Stil in den 1930er und 1940er Jahren auf den Bühnen in den USA, Europa und Australien popularisierte. Frankie Manning war lange Zeit tänzerischer Kopf der Truppe. Er entwickelte unter anderem die ersten "Aerials" (mit der Musik synchronisierte, nahtlos in den Tanz eingestreute Paar-Akrobatiken).

Als die populäre Musik von Swing zu R&B und den Anfängen des Rock'n'Roll weiter ging und in den USA die Anfänge einer medial gestützten Pop-Kultur entstanden, entdeckten zunehmend mehr Teenager den Tanz und adaptierten ihn an die neuen Musikstile. Dieser Form gaben vor allem die Medien und die weiße Bevölkerung die gängige Bezeichnung "Jitterbug" (jittery=nervös). Die GIs brachten den Tanz im und nach dem 2. Weltkrieg nach Europa. Hier entwickelte sich daraus, unter Einfluss des etwas unterschiedlichen Sounds der europäischen Tanzbands und der tänzerischen Fertigkeiten der europäischen Mädchen der Boogie-Woogie.

Seit Anfang der 80er Jahre gewinnt Lindy Hop auch in Europa zunehmend Freunde. Im Jahre 2005 gab es in London und New York bereits eine mehrere tausend Tänzer umfassende Insider-Gruppe, aber auch in anderen Großstädten der überwiegend westlich geprägten Welt und anderswo (z. B. Peking, Tokio) trainieren Fans des Tanzes regelmäßig und veranstalten öffentliche Partys. Rund 1500 Tänzer aus der ganzen Welt pilgern jährlich für vier Wochen in das kleine schwedische Dorf Herräng: die "Harlem Hot Shots" (früher: Rhythm Hot Shots), eine der besten Profitanzgruppen der Stilrichtung, widmen dort seit 1982 dem authentischen afroamerikanischen Tanz (und prominent dem Lindy Hop) ein Tanzlager. Gezielt werden Zeitzeugen der 30er bis 50er Jahre mit aktuellen Protagonisten der Tanzform zusammengeführt.

Über die Namensgebung "Lindy Hop" kursieren verschiedene Geschichten, die überwiegend auf den New Yorker Tänzer "Shorty George" George Snowden verweisen. Zeitzeuge Frank Manning stützt diese Version: Als Shorty George Snowden während eines Tanzmarathons von einem Journalisten gefragt wurde, was er da eigentlich tanze, griff der erschöpfte Shorty einfach auf die aktuelle Zeitungsschlagzeile zurück: "Lindy Hops the Atlantic".

Eine andere Version berichtet, Lindy Hop habe ursprünglich nur "Hop" geheissen. Der Name "Lindy" sei erst 1927 im New Yorker Savoy Ballroom dem "Hop" hinzugefügt worden - angeblich zum Gedenken an Lindberghs berühmten Flug über den Atlantik.

Weblinks

Seiten aus Deutschland:

Links aus der Schweiz:

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