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Lika

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Bild:Disambig-dark.svg Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Sänger Peter Lika siehe Peter Lika.
Bild:KoH-CS-Lika-Krbava.svg
Die kroatische Gespanschaft Lika-Krbava zur Zeit des Königreiches Ungarn 1867/68
Bild:Lika-Krbava County Map.jpg
Historische Landkarte der Lika

Die Lika [ˈliːka] ist eine historische Landschaft im Westen Kroatiens. Zur Zeit des Königreiches Ungarn war diese Gegend Teil der Gespanschaft (des Komitats) Lika-Krbava mit dem Komitatssitz Gospić. Die Lika wird im Westen vom Velebit-Gebirge und im Osten vom bosnischen Mittelgebirge begrenzt.

Die Namensbezeichnung Lika entstammt der Überlieferung nach vom Wort Lik, was im kroatischen ikawischen Dialekt das Wort für Medikament darstellt und sich auf die zahlreich vorkommenden Heilkräuter bezieht. Anderen Quellen zufolge stammt die Bezeichnung von der griechischen Bezeichnung likos = Wolf.

Die Lika gilt als das größte Polje überhaupt mit etwa 700 km² Fläche (kroat. Ličko polje), gefolgt vom Polje von Livno mit 405 km².[1]

Die Lika ist dünn besiedelt und strukturschwach. Seit der Fertigstellung der Autobahn Zagreb - Split siedeln sich Unternehmen an. Große Flächen bestehen aus Weideland. In der Region leben hauptsächlich Kroaten, im Osten gibt es jedoch eine bedeutende serbische Minderheit.

Ein Teil der Lika war im Kroatien-Krieg von 1990 bis 1995 als Teil der Republik Serbische Krajina serbisch kontrolliert. Die kroatischen Bewohner wurden vertrieben oder umgebracht und deren Häuser geplündert und niedergebrannt. Nahezu sämtliche katholische Kirchen wurden zerstört.

Dieser Teil weist heute noch große Zerstörungen auf, darunter auch solche, die erst bei der Eroberung dieses Gebietes durch kroatische Polizei und Militäreinheiten im Rahmen der Militäroperation Oluja angerichtet wurden. Diesmal waren vor allem die Häuser und Kirchen der Serben betroffen, die zu großen Teilen niedergebrannt und zerstört wurden. Während der Operation kamen nach Angaben des ICTY mindestens 150 Serben ums Leben, Tausende wurden vertrieben oder flüchteten, so dass nach 1995 große Gebiete vorübergehend völlig unbesiedelt waren.

Aus der Lika stammen qualitativ besonders hochwertige Kartoffeln. (kroat. Lički krumpir)

Inhaltsverzeichnis

Bedeutende Orte

Im Norden der Lika liegt der Nationalpark Plitvicer Seen

Quellen

  1. Bögli, Alfred. Karsthydrographie und physische Speläologie. Springer, 1978

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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