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Life Ball
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Der Life Ball (dt. „Lebensball“) ist das größte Aids-Benefiz in Europa[1] und will auch ein Zeichen gegen Ignoranz und Vorurteile setzen. Er findet jährlich im Wiener Rathaus statt und besteht aus zwei Teilen. Zum einen der kostenlosen Eröffnung und Modenschau auf dem Rathausplatz und der anschließenden Party im Rathaus für zahlende Gäste.
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Geschichte
Der Life Ball in Wien wird seit dem Jahr 1993 veranstaltet. Bereits im ersten Jahr kam dabei ein Erlös in Höhe von 79.940,- Euro zusammen, die dem 1992 gegründeten Verein Aids Life zuflossen, der damit Non-Profit-Organisationen unterstützt, die sich für HIV-positive und an Aids erkrankte Menschen einsetzen. Die glamouröse Charity-Veranstaltung ist weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Jährlich berichten inzwischen 64 TV-Stationen und insgesamt 500 Medienverteter aus dem In- und Ausland über das Ereignis und ebenso bemühen sich jedes Jahr weitaus mehr Leute um Eintrittskarten als mit nur rund 4.000 Karten letztlich Einlass finden. Um den für das Fest typischen und wichtigen extravaganten Stil zu erhalten gibt es seit einigen Jahren zwei verschiedene Kartenkontingente. Derzeit gibt es für Leute, die sich geplanterweise an den Dresscode der Stylebible (siehe Link) halten wollen, eine fixe Anzahl günstigerer Karten – sogenannte „Style Tickets“. Wer in normaler Abendgarderobe erscheinen möchte, muss dagegenhin etwas tiefer in die Tasche greifen. Zusätzlich wird die Anreise der kostümierten Gäste, die Eröffnung und die Modeschau, auf der als überdimensionalen Red Ribbon ausgebildeten Bühne, von tausenden Menschen auf dem Rathausplatz verfolgt. Bei der Eröffnung und bei der Party gibt es dann ein umfangreiches Showprogramm von Operette bis Popmusik mit nationalen und internationalen Stars. In den verschiedenen Höfen und Sälen gibt es mehrere Tanzmöglichkeiten und auch die vom Fernsehsender ATV betriebene „Wedding Chapel“ mit bekannten „Showpriests“ wurde seit dem Jahre 2000 zur wiederkehrenden Einrichtung für Paare jeder sexuellen Orientierung.
Als „Gesicht“ und Motor gilt der Life Ball-Organisator und Begründer Gery Keszler. Ihm ist es auch maßgeblich zuzuschreiben, dass zur Eröffnungsshow des Life Balls auch Elton John, Dita von Teese, Anastacia und andere Prominente der Mode- und Showbranche anreisen.
Der Life Ball überschritt 2005 mit einem einen Reinerlös von 1.017.600,- Euro durch Kartenverkauf, Gastronomie, Versteigerungen, Tombola, Briefmarken- und Plattenverkauf sowie zahlreichen Spenden und Sponsoren erstmals die Millionengrenze. Die Hälfte der Erlöse fließen internationalen Projekten zu. Im Jahr 2006 betrug der Reinerlös 1.111.162,95 Euro.
Seit 2001 bestand eine Kooperation mit der Elton John Aids Foundation welche vor allem Projekte in Afrika unterstützt. Seit 2006 ist der Kooperationspartner die Amercian Foundation for AIDS Research (amfAR), welche von Elizabeth Taylor gegründet wurde und deren amtierende Präsidentin derzeit Sharon Stone ist. Das Hauptaugenmerk 2006 lag dabei in der Bekämpfung von HIV und AIDS bei Babys und Kleinkindern.
Aktionen
Rund um die Veranstaltung gibt es auch diverse Aktionen. 2006 gab es für die Besucher aus den westlichen österreichischen Bundesländern erstmals einen „Ö3 Life Ball Express“-Sonderzug mit Partywaggon und Shuttleservice bis zum Rathaus, amerikanische Gäste und Medienvertreter wurden erstmals mit einem eigens umgebauten „Life Ball Flieger“ von New York nach Wien geflogen und beide Gruppen währenddessen in Partystimmung versetzt. Um Menschen zu motivieren wird auf der Veranstaltung eine Person und ein dazugehöriges Projekt, die sich in der Arbeit mit HIV-positiven und Aids-kranken Menschen verdient gemacht hat, mit dem „Life Ball Crystal of Hope“, einem mit 100.000,- Euro dotierten Preis, ausgezeichnet, der dann der Projektarbeit zufließt. In der nicht weit entfernten Diskothek Volksgarten findet die Ball-Party statt, für jene die keine Karten bekommen haben und in der Früh eine After Hour. Auch diese Erlöse kommen dem Life Ball zugute.
Seit einigen Jahren gibt es in einer limitierten Auflage eine Life Ball Sonderbriefmarke. Im Jahr 2005 war auf dieser Briefmarke das Model Heidi Klum zu sehen, welcher 2006 Naomi Campbell folgte. Erstmals gab es 2006 auch eine weitere, streng limitierte, Sondermarke mit Naomi Campbell im Comic-Stil, welche auf ebay versteigert wird.
„Get A Life – Get Alive“ (Text: Greg Usek, Musik: Austin Howard[2]), der vom Starmania-Teilnehmer Eric Papilaya interpretierte Life-Ball-Song des Jahres 2007, wird auch der österreichische Beitrag zum Eurovision Songcontest sein. Im Zuge dessen wird es auch im ORF statt einer kurzen Zusammenfassung einen ganzen Themenabend geben.[3]
Modenschau
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In jedem Jahr ist ein oder mehrere bekannte/r Designer für die Modenschau verantwortlich. Bei der Modenschau selber laufen sowohl professionelle Models (beispielsweise Marcus Schenkenberg, Alek Wek, Eva Padberg, Naomi Campbell), als auch diverse Prominente (z. B. Udo Kier, Olivia Jones, Til Schweiger, Kylie Minogue, Cyndi Lauper, Dolly Buster) mit.
Die Designer der vergangenen Jahre:
- 1993 – Thierry Mugler
- 1994 – John Galliano
- 1995 – Jean-Paul Gaultier
- 1996 – Paco Rabanne
- 1997 – Vivienne Westwood
- 1998 – Jean-Charles de Castelbajac
- 1999 – Christian Lacroix, Philip Treacy, Vivienne Westwood, Jeremy Scott, Paco Rabanne und Julien Macdonald
- 2000 – Walter van Beirendonck, Olivier Theyskens, Seredin & Vasiliev, Shirtology und Benoit Méléard
- 2001 – Roberto Cavalli
- 2002 – Moschino
- 2003 – Missoni
- 2004 – Gianfranco Ferré
- 2005 – Donatella Versace
- 2006 – Renzo Rosso (Diesel)
- 2007 – Heatherette [1]
Kritiken
- „Denn Gery Keszlers 14. Aids-Charity-Nacht war toll. Obwohl: Das heißt nichts. Denn zu den Wesensmerkmalen des Life Ball gehört es, super zu sein. Durch und durch: Der Life Ball ist unkritisierbar. Berichterstattung heißt Jubel. Zum Teil zu Recht.“ (Der Standard, 21. Mai 2006)
Weblinks
Quellen
- ↑ Arabella Kiesbauer am 15. Februar 2007 bei der Live-Übertragung des Wiener Opernballs
- ↑ Songtext auf der Fanseite von homepagesearcher.com
- ↑ wien.orf.at: Song Contest/LifeBall – Ein Song für zwei Events, 7. März 2007
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