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Liesing (Wien)

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing. Über die ehemalige selbständige Gemeinde Liesing siehe Liesing (Wiener Bezirksteil). Weitere Bedeutungen siehe Liesing.
XXIII. Wiener Gemeindebezirk
Wappen Karte
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Bild:Kartewien23.png
Name: Liesing
Fläche: 32,00 km²
Einwohner: 88.695 (31.12.2005)[1]
Bevölkerungsdichte: 2647,4 Einwohner je km²
Postleitzahl: A-1230
Adresse des
Bezirksamtes:
Perchtoldsdorfer Straße 2
A-1230 Wien
Offizielle Website: www.wien.gv.at/liesing
Politik
Bezirksvorsteher Manfred Wurm (SPÖ)
Bezirksvertretung </br> (56 Bezirksräte) SPÖ 30, ÖVP 11, FPÖ 8, Grüne 7
Karte: Liesing mit Bezirksteilen
Bild:Liesing Bezirk.png

Liesing ist der 23. Wiener Gemeindebezirk.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Liesing liegt im Südwesten der Stadt Wien und grenzt an Niederösterreich sowie an die Bezirke Favoriten, Meidling und Hietzing. Der Bezirk liegt entlang der beiden Ufer des Liesingbaches und erstreckt sich vom Wienerwald bis ins Wiener Becken. Liesing ist mit einem Anteil von 7,7% an der Gesamtfläche der fünftgrößte Bezirk Wiens. Ein Drittel fällt dabei auf Grünflächen. Von wirtschaftlicher Bedeutung war lange Zeit der Liesingbach, der sich bei Rodaun als "Reiche Liesing" mit der "Dürren Liesing" vereint. Die Ortschaften des Bezirks waren lange Zeit von Überschwemmungen bedroht. 1916 begann schließlich die Regulierung, die nach dem Zweiten Weltkrieg abgeschlossen war. Heute ist man bemüht die harte Verbauung durch eine Renaturierung zu ersetzten.

Geschichte

Im Jahre 1000 n.Chr wurde der Name Liesing "Lieznicca"=Waldbach (gemeint ist der Liesingbach) erstmals erwähnt. Neben einigen Bauernhäusern und dem Schloß gab es viele Weingärten und Felder,der durchfließende Liesingbach betrieb damals vier Mühlen. Zur Zeit der Türkenbelagerungen 1529 und 1683 wurde alles von den Türken zerstört. Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Fabriken,Liesing war damals in Ober-und Unterliesing geteilt. Mit dem Gesetz vom 1. Oktober 1938 wurde Wien von 21 Bezirken auf 26 Bezirke zu Groß-Wien vergrößert. 15 niederösterreichische Orte, insbesondere Orte der alten Gerichtsbarkeit Liesing wurden dabei zum 25. Bezirk vereint. Nach der Besetzung Wiens durch die Alliierten wurde das Gesetz von 1938 nicht anerkannt, und Liesing fiel zunächst als Teil Niederösterreichs in die sowjetische Besatzungszone. 1946 wurde das so genannte "Gebietsänderungsgesetz" beschlossen, das die Stadterweiterung von 1938 großteils wieder rückgängig machte. Ein Veto der Besatzungsmächte verhinderte das Gesetz aber zunächst. Erst 1954 wurde der Einspruch zurückgezogen. Liesing war einer von nur zwei Bezirken, die bei Wien blieben. Jedoch wurden die Orte Breitenfurt bei Wien, Laab im Walde, Purkersdorf, Perchtoldsdorf, Vösendorf und Kaltenleutgeben wieder Niederösterreich zugeordnet. Darüberhinaus wurde Hadersdorf-Weidlingau dem 14. Bezirk Penzing zugeteilt.

Bezirksteile

Seit 1954 setzt sich der 23. Wiener Gemeindebezirk aus den folgenden, ehemaligen Ortschaften zusammen:

Sehenswürdigkeiten

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Wotruba-Kirche

Im Ortsteil Mauer liegt die Wotrubakirche, eine aus kubischen Formen zusammengefügte Kirche vom Bildhauer Fritz Wotruba.

Politik

Vor dem Jahr 1938 stellten die Sozialdemokraten in allen Ortschaften des heutigen Bezirkes außer Kalksburg, Rodaun und Mauer den Bürgermeister. Nach dem Vorbild des "Roten Wien" versuchten die Politiker die sozialen und hygienischen Missstände zu beseitigen. Dies gelang im konservativ dominierten Niederösterreich aber nur den reicheren Gemeinden. Nach dem Verbot der Sozialdemokratischen Partei 1934 übernahm die Vaterländische Front die Macht.

Bezirksvorsteher/innen seit 1954
Johann Radfux (SPÖ)1954-1962
Reinhold Suttner (SPÖ)1962-1968
Hans Lackner (SPÖ)1968-1983
Heinrich Haberl (SPÖ)1983-1988
Johann Wimmer (SPÖ)1988-1995
Manfred Wurm (SPÖ)1995-

Bei den ersten Wahlen im Jahr 1945 erreichte die SPÖ mit 55,3 Prozent die absolute Mehrheit. Die ÖVP erreichte 31,7 Prozent, die KPÖ beachtliche 13 Prozent. 1946 löste der Sozialdemokrat Hans Radfux den von der sowjetischen Besatzungsmacht eingesetzten Bezirksvorsteher ab. In der Folge dominierte die SPÖ den Bezirk und stellte alle Bezirksvorsteher. Bei den letzten Bezirksvertretungswahlen 2005 erreichte die SPÖ 51,1% (+ 1,9%), die ÖVP 19,4% (+ 2,8%), die FPÖ 13,4% (- 5,4%) und die Grünen 12,8% (+ 1,1%). Das LIF konnte mit 0,47% (- 2,4%) kein Mandat mehr erringen.

Quellen

  1. Statistik Austria [1]

Literatur

  • Wiener Bezirkshandbücher. 23. Bezirk. Wien 2002

Weblinks

Siehe auch

Koordinaten: 48° 8' 16" N, 16° 17' 4" O

Wikipedia
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