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Liaison (Sprachwissenschaft)
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Im Französischen (und anderen Sprachen) bezeichnet Liaison das Auftreten von (in anderen Kontexten) nicht vorhandenen Konsonanten am Wortende, wenn das folgende Wort mit einem Vokal anlautet und mit dem vorangehenden eine phonetische Einheit bildet. Es handelt sich um ein Sandhi-Phänomen.
Man unterscheidet:
- die obligatorische Liaison:
- Innerhalb der Nominalgruppe ist die Liaison obligatorisch zwischen dem Nomen vorausgehenden Determinanten und dem Nomen (auch zwischen den Determinanten);
- nach Präpositionen,
- zwischen einem Personalpronomen bzw. einem Indefinitpronomen und dem Verb,
- nach modifizierendem einsilbigen Adverb,
- in festen Wendungen,
- nach dont und quand (außer wenn ein Verb folgt);
- die verbotene Liaison:
- innerhalb der Nominalgruppe vor nachgestelltem Adjektiv im Singular,
- vor präpositionaler Ergänzung innerhalb von Nominalgruppen,
- zwischen Nomen und Verb,
- zwischen Interrogativpronomen und Verb,
- nach der Endung der zweiten Person Singular,
- in einigen speziellen Fällen.
- die fakultative Liaison: Sofern die Liaison nicht verboten oder nötig ist, kann sie vor allem in gepflegter Sprache durchgeführt werden. Besonders häufig ist sie beim metrischen Vortrag (Gedichte, Lieder).
