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Lex Baiuvariorum

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Die Lex Baiuvariorum (auch Lex Baiuwariorum, Lex Bajuvariorum oder Lex Baivariorum) ist die in der Zeit des 6. bis 8. Jahrhunderts als Pergamenthandschrift entstandene Sammlung des bairischen Stammesrechts, das heißt die älteste Sammlung von Gesetzen des bairischen Stammesherzogtums.

Abt Eberswind des neu gegründeten Klosters Niederaltaich gilt vielen als der Bearbeiter dieses ersten bairischen Stammesrechts (um 741/743). Die Initiative dazu soll von Herzog Odilo (†748) ausgegangen sein, dem Gründer der Abtei. Manche geben für die Entstehung aber sogar das 5. Jahrhundert an. Die Lex Baiuvariorum war bis 1180 in Kraft.

Die älteste erhaltene Handschrift der Lex Baiuvariorum aus der Zeit um 800 besitzt die Universitätsbibliothek München. Die Sammlung zählt zu den germanischen Stammesrechten.

Ausgaben

  • Merkel, Johannes: Leges Alamannorum. Leges Baiuwariorum. Leges Burgundionum. Lex Frisionum. Hannover 1863 (Monumenta Germaniae Historica, Leges, Leges (in folio), 3)
  • Schwind, Ernst von: Lex Baiwariorum. Hannover 1926, 183-496 (Monumenta Germaniae Historica, Leges, Leges nationum germanicarum, V, 2)
  • Beyerle, Konrad: Lex Baiuvariorum. München 1926
  • Karl August Eckhardt: Gesetze des Karolingerreiches 714-911 II. Allemannen und Bayern Weimar 1934 (Germanenrechte, II, 2).

Literatur

  • Landau, Peter: Die Lex Baiuvariorum: Entstehungszeit, Entstehungsort und Charakter von Bayerns ältester Rechts- und Geschichtsquelle. München: Bayerische Akad. d. Wissenschaften 2004 (ISBN 3769616278)
  • Siems, Harald: Das Lebensbild der Lex Baiuvariorum. in: Hecker, Hans-Joachim; Heydenreuther, Reinhard; Schlosser, Hans (Hrsg.): Rechtssetzung und Rechtswirklichkeit in der bayerischen Geschichte. München 2006, 29-73

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