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Lew Nikolajewitsch Oborin

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Lew Nikolajewitsch Oborin (russ.: Лев Николаевич Оборин; * 29. Oktober/11. November 1907 in Moskau, † 5. Januar 1974) war ein russischer Pianist.

Oborin studierte Klavier an der Moskauer Gnesin Musikschule bei Jelena Gnesin, einer Schülerin von Ferruccio Busoni, außerdem Komposition bei Alexander Gretschaninow. Von 1921 bis 1926 studierte er am Moskauer Konservatorium, Klavier bei Konstantin Igumnow. 1927 gewann er den ersten Chopin-Wettbewerb.

Nach einigen Konzerten in Polen und Deutschland konzertierte er exklusiv in Russland und lehrte außerdem am Moskauer Konservatorium. 1935 begann eine lebenslange künstlerische Partnerscharft mit dem Geiger David Oistrach, mit dem er von 1941 bis 1963 (dem Tod des beteiligten Cellisten Swjatoslaw Knuschewitzki) auch ein bekanntes Trio formte.

Oborin spielte zahlreiche Erstaufführungen von Komponisten des 20. Jahrhunderts, z.B. von Chatschaturjan, Schebalin, Mjaskowski, Prokofiew und Schostakowitsch. Als Lehrer hatte er zahllose Schüler, der bekannteste war zweifelsohne Vladimir Ashkenazy. Auch der ostdeutsche Pianist Peter Rösel studierte bei Oborin.

Anmerkung: Bei doppelten Datumsangaben führt der Tag gemäß julianischem Kalender, das folgende Datum gibt den Tag gemäß gregorianischem Kalender an. Der Wechsel des Kalenders fand, je nach Staat, zwischen 1582 und 1812 statt, in einigen Staaten Osteuropas erst Anfang des 20. Jahrhunderts (beispielsweise in Russland zur Oktoberrevolution 1917).
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