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Leuchtmittel
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Leuchtmittel sind alle elektrischen Betriebsmittel bzw. elektrische Verbraucher, die dazu dienen, Licht zu erzeugen (Lampen) sowie alle Gegenstände, die durch chemische oder physikalische Vorgänge Licht erzeugen. Sie bilden eine Lichtquelle.
Elektrische Leuchtmittel
Sie sind dazu meist in einer Leuchte untergebracht, die ggf. weitere Betriebsmittel enthält, um das Leuchtmittel betreiben zu können (Schalter, Vorschaltgerät, Zündgerät, Dimmer, Starter).
Die meisten Leuchtmittel benötigen eine gasdicht abschließende Hülle. Sie besteht bei Glüh- und Gasentladungslampen aus Glas (Glaskolben), bei Leuchtdioden und Kondensator-Leuchtfolien aus Kunststoff.
Die elektrischen Anschlüsse zur Stromversorgung können als Drähte, Klemmen, Leitungen oder als Kontakte in Form eines Sockels ausgeführt sein.
Sockel sind so ausgeführt, dass sich die Leuchtmittel ohne Werkzeug wechseln lassen. Das ist notwendig, da die meisten Leuchtmittel eine wesentlich kürzere Lebensdauer haben als die Leuchten, in denen sie betrieben werden.
Typische Sockelformen sind Schraub- Bajonett- und Stecksockel.
Auch sockellose Leuchtmittel können durch am Glaskörper anliegende Drähte auswechselbar gestaltet sein, in der Regel sind sie jedoch eingelötet.
Der elektrische Anschluss wird durch Fassungen hergestellt, die den Sockel aufnehmen. Die Fassungen sind meist in Leuchten befestigt und dienen gleichzeitig zur Halterung des Leuchtmittels.
Wichtige Daten eines Leuchtmittels sind:
- Leistungsaufnahme (Nennleistung)
- Lichtausbeute (typische Werte siehe Lichtquelle)
- Lichtstrom
- Lichtstärke
- Betriebslage
- Lebensdauer
- Betriebsspannung (Nennspannung)
- Zündspannung
- Betriebsstrom (Nennstrom)
Je nach dessen Spezifikation muss sich ein Leuchtmittel beim Betrieb hinter einem Schutzglas befinden oder es darf ohne Schutzglas betrieben werden. Der Grund besteht in möglicher Brand- und Verbrennungsgefahr am heißen Glaskolben, aber auch in einer Explosionsgefahr bei Ausfall.
Manche Leuchtmittel haben hierzu selbst einen Schutzglaskolben um dem eigentlichen Strahler. Dieser kann zusätzlich zur Wärmeisolation oder auch zur Absorption schädlicher Ultraviolettstrahlung dienen und trägt bei Hochdruck-Gasentladungslampen manchmal innen eine Leuchtstoffschicht, um die Ultraviolettstrahlung des Brenners in sichtbares Licht zu verwandeln.
Leuchtmittel können folgendermaßen grob unterschieden werden, in Klammern sind die Besonderheiten zu Betrieb und Handhabung angegeben:
- Glühlampen
- Allgebrauchslampen (ohne Schutzglas, kein Schutzglas erforderlich)
- Halogenglühlampen (ohne und mit Schutzglas, Schutzglas erforderlich)
- Projektionslampen (ohne Schutzglas, Schutz erforderlich)
- Gasentladungslampen
- Niederdruck-Gasentladungslampen (kein Schutzglas erforderlich)
- Energiesparlampen (integriertes Vorschaltgerät)
- Leuchtstofflampen (Vorschaltgerät und Starter erforderlich)
- Kaltkathodenröhren (Betriebsgerät bzw. Inverter erforderlich)
- Natriumdampf-Niederdruckröhren (Vorschaltgerät und Starter erforderlich)
- Hochdruck-Gasentladungslampen (Vorschaltgerät immer erforderlich)
- Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (kein Schutzglas erforderlich)
- Quecksilberdampf-Höchstdrucklampen (Schutz bei Handhabung, Transport und Betrieb erforderlich! Vorgeschriebene Betriebslage! Zündgerät erforderlich)
- Natriumdampf-Hochdrucklampen (Zündgerät erforderlich)
- Halogen-Metalldampflampen (wie vor, Schutzglas erforderlich, vorgeschriebene Betriebslage, Zündgerät erforderlich)
- Xenon-Bogenlampen (Hoch- und Höchstdrucklampen, Betriebsgerät, erforderlich, Schutz bei Handhabung und Betrieb erforderlich! Zündgerät erforderlich)
- Niederdruck-Gasentladungslampen (kein Schutzglas erforderlich)
- Leuchtdioden (kein Schutzglas, jedoch Strombegrenzung erforderlich)
Leuchtmittel, die im Betrieb hohe Kolbentemperaturen haben (Halogenglühlampen und Hochdruck- /Höchstdruck-Gasentladungslampen ohne Schutzglaskolben), dürfen auch im kalten Zustand nicht mit der bloßen Hand berührt werden, da ansonsten Fingerabdrücke einbrennen und zum Lampenausfall führen.
Leuchtmittel dürfen aufgrund ihrer teilweise sehr hohen Sockeltemperaturen nur in dafür spezifizierten Fassungen betrieben werden. Die Spezifikation der Fassung kann von derjenigen der Leuchte abweichen, das Leuchtmittel muss jedoch immer zur Spezifikation der Leuchte passen: es darf im Fall von Glühlampen auch eine kleinere elektrische Leistungsaufnahme als die spezifizierte Leistung der Leuchte aufweisen, nie jedoch eine größere.
Seit einiger Zeit gibt es LED-Leuchtmittel, die durch entsprechende Sockelung direkt als Ersatz für Glühlampen eingesetzt werden können. Diese enthalten die zur Strombegrenzung erforderlichen Bauteile im Sockel, um sie direkt an gängigen Spannungen betreiben zu können (12 V und 24 V Gleich- und Wechselspannung, 230V Wechselspannung).
Zu den Leuchtmitteln, die, obwohl sie einen Glühlampensockel haben, nicht direkt an 230 V betrieben werden können, zählen Hochdruck-Gasentladungslampen mit den Edison-Schraubsockeln E27 und E40 (bzw. E39).
Chemisch-physikalische Leuchtmittel
Dazu zählen:
- Leuchtfeuer aller Art, Öllampen, Petroleumlampen, Gaslicht, Karbidlampen, die alle auf Verbrennung beruhen
- Pyrotechnische Leuchtmittel, bei denen der Lichteffekt durch schnelle Verbrennung erzeugt wird (Bengallichter, Leuchtraketen, Feuerwerkseffekte)
- Leuchtfarben, die auf atomarer Ebene teils Licht zwischenspeichern, teils durch Radioaktivität erzeugen
- Kaltes Licht durch chemische Anregung (Leuchtstäb, Knicklicht)
Siehe auch
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