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Letters from Iwo Jima

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Filmdaten
Originaltitel: Letters from Iwo Jima
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Länge (PAL-DVD): 140-142 Minuten
Originalsprache: Englisch, Japanisch
Stab
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Iris Yamashita
Produktion: Clint Eastwood,
Steven Spielberg,
Robert Lorenz
Musik: Kyle Eastwood,
Michael Stevens
Kamera: Tom Stern
Schnitt: Joel Cox,
Gary Roach
Besetzung

Letters from Iwo Jima ("Briefe aus Iwojima") ist ein unter der Regie von Clint Eastwood entstandener US-amerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahr 2006, der Ereignisse der Schlacht um Iwojima aus japanischer Perspektive erzählt. Dieser Film stellt ein Pendant zum Film Flags of Our Fathers (Regie: ebenfalls Clint Eastwood) dar, in dem diese Schlacht aus Sicht der beteiligten US-amerikanischen Truppen geschildert wird. Hinsichtlich der Darsteller gibt es keine Überschneidungen zwischen beiden Filmen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film beginnt in der Gegenwart: Eine Gruppe von japanischen Wissenschaftlern trifft auf Iwojima ein und beginnt mit Ausgrabungen in einer Höhlenanlage. Als sie im Boden vergraben einen Gegenstand finden, wechselt die Handlung in das Jahr 1944.

Japanische Soldaten sind damit beschäftigt, das Eiland für den erwarteten Angriff der US-amerikanischen Truppen vorzubereiten. An den Stränden sollen Schützengräben ausgehoben werden. Der Soldat Saigo macht eine skeptische Bemerkung zu einem Kameraden, dies kommt einem Offizier, ihrem Hauptmann, zu Ohren. Bei der Befragung leugnen beide, der Hauptmann prügelt dann auf sie ein. Zufällig sieht dies Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi, der Kommandeur der auf Iwojima stationierten japanischen Garnison, als er die Insel inspiziert. Er weist den Offizier darauf hin, dass es bereits zu wenige Soldaten gebe.

Kuribayashi lässt auch die Befestigung der Strände abbrechen, seine Strategie ist anders. Trotz der Kritik einiger Offiziere will er die Ankunft der Amerikaner auf der Insel abwarten und sie dann aus Höhlen, Unterständen, Verstecken etc. unter Beschuss nehmen und sie ins Inselinnere zwingen.

Kuribayashi muss rasch erkennen, dass die Militärführung auch ihm wesentliche Informationen vorenthält. So wird ihm die komplette Zerstörung der Vereinigten Flotte verschwiegen. Manche seiner direkten Untergebenen zweifeln an Kuribayashis Strategie und verfolgen hinter dessen Rücken eigene Pläne.

Auf der Insel trifft Takeichi Nishi ein, ein berühmter japanischer Springreiter und Frauenheld. Auf seinem Pferd überquert er die Insel, verfolgt von den bewundernden Blicken der Soldaten. Zwischen Nishi und Kuribayashi entsteht eine Freundschaft, sie verbindet die Liebe zu Pferden. Bei einem gemeinsamen Abendessen genießen sie eine Flasche Johnny-Walker-Whisky.

Kuribayashi wiederum wurde von seiner Tätigkeit als japanischer Militärattaché in den USA geprägt. In Rückblenden sieht man Momente aus jener Zeit, etwa die Abschiedsfeier, als ihm von US-amerikanischen Offizierskameraden eine wertvolle Pistole, ein Colt Government 1911 mit weißen Elfenbeingriffen, überreicht wurde. Dabei gab Kuribayashi auf die hypothetische Frage, auf welche Seite er im Falle eines Krieges zwischen den USA und Japan stehen würde, an, sein Vaterland zu unterstützen. Seine USA-Aufenthalt ließ Kuribayashi auch die Mentalität der US-Amerikaner erkennen. Im Unterschied zu anderen japanischen Militärs hält er sie nicht für primitive, dumme Wilde.

Inzwischen spitzen sich die Zustände auf Iwojima zu. Aus Tokio erfährt Kuribayashi, dass er mit keiner Luftunterstützung rechnen kann. Die Lebensmittelvorräte schwinden, die Mahlzeiten werden knapper. Saigo und seine Kameraden arbeiten weiter an den letzten Vorbereitungen. Der Hauptmann schikaniert ihn weiter. Saigo schreibt Briefe an seine Frau Hanako, er erinnert sich an seine Tätigkeit als Bäcker. Auch Kuribayashi schreibt Briefe nach Hause. Ein neuer Soldat namens Shimizu stößt zur Einheit. Saigo und andere Soldaten halten ihn, der früher Militärpolizist gewesen war, für einen Spitzel, der defätistische Äußerungen nach Tokio melden soll. Später muss Saigo erkennen, einer Täuschung erlegen zu sein: Shimizu war nur wenige Tage bei der gefürchteten Militärpolizei gewesen, man hatte ihn entlassen, nachdem er einen bellenden Hund nicht wie befohlen erschossen hatte. Zur Strafe wurde Shimizu nach Iwojima versetzt.

Die US-amerikanischen Einheiten erreichen Iwojima, sie betreten den Strand und werden dann, wie geplant, unter Beschuss genommen. Ein harter Kampf entbrennt, die Niederlage der Japaner beginnt sich abzuzeichnen. Ihre Wasservorräte gehen zu Ende. Einige Soldaten müssen auf Befehl ihres Vorgesetzten Selbstmord begehen und sprengen sich durch Zündung von Handgranaten in die Luft. Saigo gelingt es, zu überleben, und er kann sich in das Hauptquartiere vor Kuribayashi durchschlagen. Kuribayashi hatte ihm zuvor ein zweites Mal das Leben gerettet, als Ito ihn und einen Kameraden enthaupten wollte. Saigo versucht später zu desertieren, ihm gelingt dies aber nicht. Ein anderer Deserteur, Shimizu, kann sich zu einer US-Einheit durchschlagen. Dort stößt er auf einen weiteren japanischen Deserteur. Als die US-Einheit den Kampf fortsetzen muss, bleiben die Japaner mit zwei Bewachern zurück. Einer von ihnen will die Japaner nicht beschützen und erschießt die beiden. Somit werden Kriegsverbrechen beider Seiten dargestellt, nachdem im Film bereits ein Flammenwerfertruppsoldat von Japanern bajonettiert wird, obwohl er wehrlos und gefangengenommen war. Im Gegensatz dazu wird ein anderer Amerikaner, Sam aus Oklahoma, von der Truppe Nishis gefangengenommen und gepflegt, stirbt aber an seiner Schußverletzung im oberen Bauchraum. Nishi selbst wird schwer verletzt und bleibt zurück. Er begeht Selbstmord.

Kuribayashi befiehlt Saigo, die verbliebenen Unterlagen und Briefe zu verbrennen, während er selbst mit anderen Soldaten zu einem letzten Kampf ausrückt. So gibt er Saigo zum dritten Mal die Chance, zu überleben. Eine Tasche mit zahlreichen Briefen vergräbt Saigo jedoch, anstatt sie befehlsgemäß zu vernichten.

Kuribayashi dagegen will sterben; seine Bemühungen, Seppuku zu begehen, werden jedoch vereitelt. Er erschießt sich mit seiner US-amerikanischen Pistole. Saigo wird von US-Soldaten festgenommen. Als er die charakteristische Pistole Kuribayashis im Koppel eines der Soldaten sieht, wird er wütend und schlägt mit einer Schaufel um sich. Er wird niedergeschlagen, zur Anlegestelle gebracht und medizinisch versorgt. Mutmaßlich überlebt er. Auch Leutnant Ito, der sich mit Minen bewaffnet unter einen amerikanischen Panzer werfen wollte, wird gefangengenommen.

Am Ende knüpft der Film wieder an die Eingangsszene in der Gegenwart an: Die Wissenschaftler bergen den Gegenstand in der Höhle. Es handelt sich um die einst von Saigo vergrabene Tasche mit den nie abgeschickten Briefen japanischer Soldaten an ihre Familien.

Hintergründe

Der Film bezieht sich darauf, dass nach der Einnahme Iwojimas durch die US-amerikanischen Truppen dort Hunderte von Briefen japanischer Soldaten aufgefunden worden sind.

Letters from Iwo Jima ist von den Filmgesellschaften Warner Bros. Pictures, Amblin Entertainment, DreamWorks SKG und Malpaso Productions produziert worden.

Nach seiner Premiere am 15. November 2006 ist der Film am 9. Dezember 2006 in Japan in die Kinos gekommen. In den USA war der Film erstmals am 20. Dezember in eingeschränktem Umfang zu sehen. Damit waren die Voraussetzungen erfüllt, ihn für die Oscar-Verleihung 2007 ins Rennen schicken zu können.

Der Film hat ein Budget von rund 20 Millionen US-Dollar [1]. Bevor er am 22. Februar 2007 in die deutschen Kinos kam, hatte er auf der 57. Berlinale seine Deutschlandpremiere.

Gedreht wurde der Film u. a. an Originalschauplätzen auf Iwojima.

Kritiken

„Clint Eastwood schildert die Kämpfe um Iwo Jima nun aus japanischer Sicht und reflektiert dabei Ehrbegriffe und Autoritätskonflikte. Zusammen sind die beiden Filme die monumentale Chronik einer grausamen Schlacht.“

epd Film 2/2007 S. 46

Wikipedia
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„Mit Letters from Iwo Jima präsentiert Clint Eastwood den zweiten Teil seines Kriegsdramas der Schlacht um die japanische Vulkaninsel. Erzählte Flags of our Fathers den Angriff auf die japanische Insel aus amerikanischer Sicht, so liegt der Schwerpunkt nun auf der japanischen Sichtweise. Auch dieses Meisterwerk überzeugt durch brillante Kamera sowie die Kraftlosigkeit der Farben und ist in seiner Darstellung des Krieges noch eine Spur drastischer.“

MovieMaze [2]

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„Kein Genre nimmt deutlicher Partei als der Kriegsfilm. Es ist nicht immer die Partei des Siegers, und es ist vor allem nicht immer die Seite der Sache, um die gekämpft wird. Aber es ist immer die eine Seite der Front. Die andere bleibt abstrakt, nebulös, gesichtslos oder plattes Klischee. Das muss so sein. Denn wenn ein Film uns etwas über die Wirklichkeit des Krieges erzählen will, darf er sich keine Ambivalenzen erlauben und darf im Feind nicht einen Menschen mit ganz persönlichen Qualitäten entdecken. Sonst würden aus Kriegern Mörder und aus Kriegsfilmen Splattermovies.“

Verena Lueken in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Februar 2007

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„[…] in mancher Hinsicht eine halbe Sache. […] entschieden zu lang.“

Ekkehard Knörer in Perlentaucher, 12. Februar 2007 [3]

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Auszeichnungen

Quellen

  1. http://www.zelluloid.de/filme/index.php3?id=9499, http://www.kulthit.de/letters-from-iwo-jima.html
  2. http://www.moviemaze.de/filme/1693/letters-from-iwo-jima.html
  3. http://www.perlentaucher.de/artikel/3665.html

Weblinks

Wikipedia
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