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Leslie Howard

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Leslie Howard eigentl. Leslie Howard Stainer (* 3. April 1893 in London; † 1. Juni 1943 im Golf von Biscaya) war ein britischer Schauspieler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Leslie Howard war der Sohn ungarisch-jüdischer Eltern. Nach der Universität wollte er ins Bankgeschäft eintreten, doch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhinderte dies. Howard wurde Soldat und kehrte 1917 schwer verwundet zurück. Er begann mit dem Schauspiel als Therapie zur Beseitigung der Kriegstraumata. Das Handwerk des Schauspieler erlernte er dann bei einem Tourneetheater. Bereits 1920 schaffte er den Sprung vom Londoner Theater zum US-amerikanischen Broadway. Hier spielte er äußerst erfolgreich den typischen britischen Gentleman in Gesellschaftskomödien.

Das Theater führte ihn dann auch zum Film. Er trat meist in Filmadaptionen der Theaterstücke auf, mit denen er bereits auf der Bühne Erfolg hatte. Seinen ersten Film drehte er 1930. Mitte der 1930er Jahre ging er dann ganz nach Hollywood, nachdem er vorher zwischen Theater in London und am Broadway gependelt war. Allerdings kehrte er immer wieder in seine Heimat zurück, so etwa 1938, als er zusammen mit Anthony Asquith den Film Pygmalion. Roman eines Blumenmädchens inszenierte. In dieser ersten Verfilmung des Bühnenstücks von George Bernard Shaw spielte er selbst den Professor Henry Higgins, Wendy Hiller übernahm den Part der Eliza Doolittle.

Trotz einiger wunderbarer Filmrollen blieb sein größter Erfolg die Verkörperung des Ashley Wilkes in Vom Winde verweht, der lebenslangen Liebe von Scarlett O'Hara. Eigentlich wollte Howard diese Rolle gar nicht übernehmen, da er sich für zu alt für die Rolle hielt. Der Produzent des Films David O. Selznick war jedoch anderer Meinung und überredete ihn mit dem Angebot, dass er auch sein Produzentendebüt in einer seiner Produktionen geben könnte. So entstand gleichzeitig der Film Intermezzo mit Howard als Co-Produzent und Hauptdarsteller neben Ingrid Bergman, die in diesem Film ihr US-amerikanisches Filmdebut gab.

Als in Europa der Zweite Weltkrieg ausbrach, kehrte Howard nach England zurück. Er nahm auf zahlreichen Unterhaltungsveranstaltungen für die britischen Soldaten an der Front teil. Bei einem Rückflug von Lissabon nach London wurde sein Flugzeug von der Deutschen Luftwaffe im Golf von Biscaya abgeschossen; der deutsche Geheimdienst hatte irrtümlicherweise angenommen, dass sich Winston Churchill in der zivilen Maschine befand. Auch an Bord war der aus Deutschland vertriebene Unternehmer Wilfried Israel, der den Nazis ein Dorn im Auge war, da er, noch bis 1938 Eigentümer des prominenten Berliner Kaufhauses N.Israel (Ecke Königsstraße-Spandauer Straße, gegenüber des sog. Roten Rathauses) war [Quelle: Otto Friedrich, Before the Deluge (1972), S. 307]. Aus Großbritannien half er hunderten von Deutschen, die als Juden verfolgt wurden, ins Ausland zu gelangen [Quelle: Irene Guenther, Nazi 'Chic'? (2004), S. 136].

Filmographie

Auszeichnungen

  • 1934 - Nominiert für den Oscar für die Hauptrolle in Berkeley Square
  • 1938 - Gewählt für seine Rolle in Pygmalion zum besten Schauspieler des Filmfestivals von Venedig
  • 1939 - Nominiert für den Oscar für die Hauptrolle in Pygmalion.

Weblinks

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