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Lesestein

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Bild:Lesesteine.JPG
Rain mit Lesesteinen in Nordostdeutschland
Lesesteine sind die von Äckern, Wiesen und Weiden zusammengetragenen, aufgelesenen Steine und Blöcke, die auf dem Boden liegen und keine Verbindung zum anstehenden Gestein haben. Diese sind durch geophysikalische und bodenmechanische Vorgänge infolge der Eiszeiten und nach strengen Wintern an die Oberfläche gelangt und werden, da sie die Bodenbearbeitung stören, durch "Ablesen" beseitigt.

Man findet diese in Form von so genannten Lesesteinhaufen zum Beispiel häufig auf Grundmoränen oder Endmoränen. Häufig sind sie in Raine integriert. Oft gelten Lesesteinhaufen auch als seltene beziehungsweise wertvolle Lebensräume und sind daher naturschutzrechtlich geschützt, da sie ein bedeutender Lebensraum für Reptilien, Insekten und Pflanzen sind. Oftmals entwickelt sich aus einem Lesesteinhaufen auch ein kleines Gehölz oder Gebüsch.

Weitere Bedeutung: Lesesteine waren ein Vorläufer der Brille, eine überhalbkugelige Plankonvexlinse, die zum Lesen auf das entsprechende Schriftstück gelegt wurden.

Siehe auch: Geschiebe, Gestein, Stein, Biotop

Weblinks

Allgemeines über Feldsteine/Lesesteine und Feldsteinbauten in der Prignitz, Brandenburg

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