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Lernfähigkeit
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Unter Lernfähigkeit wird die Eigenschaft eines Organismus verstanden, Informationen speichern zu können und diese für eigene Zwecke zu nutzen.
So, wie man mehrere Speichersysteme (Gedächtnis) unterscheidet, sind genau genommen auch mehrere, ihnen zugeordnete Lernfähigkeiten zu differenzieren. Neuropsychologen halten beispielsweise die Unterteilung in deklarative (= explizite, bewusste) und non-deklarative (= implizite) Gedächtnissysteme für notwendig. Denn diesen entsprechen nicht nur eigene Lernformen, sondern sie lassen sich auch unterschiedlichen Hirnstrukturen zuordnen. Das deklarative Gedächtnissystem wird wiederum unterteilt nach einem semantischen und anekdotischen (= episodischen) Gedächtnis, das non-deklarative Gedächtnissystem nach Habituation, Priming, prozeduralem Gedächtnis und Gedächtnis für konditioniertes Lernen.
Lernfähigkeit betrifft also verschiedene Gedächtnissysteme. Sie wird außerdem von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst, wie Motivation, Anspruchsniveau, Selbstvertrauen, Lerntyp, Lernblockaden usw. Deshalb erfordert die exaktere Verwendung des Begriffes normalerweise nähere Angaben, worauf er sich bezieht.
Der Neurotransmitter Histamin ist neben vielen anderen Wirkungen auch für die Lernfähigkeit [1] das Gedächtnis verantwortlich.
Quellen
- ↑ Reinhard Jarisch (2004): Histamin-Intoleranz, Histamin und Seekrankheit. Thieme, ISBN 3-13-105382-8 Kap.11:S.160
siehe auch
Literatur
- Endel Tulving, Schacter, Daniel L.: Primary and Human memory systems. Science, 247: 1990, 301–306.
- Paulus, C.: Das multidimensionale Lernprofil. Zur Diagnostik von Lernfähigkeit. Frankfurt: Peter Lang, 1999.
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