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Leitungsband
Aus Kefk.
Der Begriff Leitungsband gehört zum Bändermodell, mit dem die elektrische Leitfähigkeit von Materialien erklärt wird. Er bezeichnet das Energieband, das über dem höchsten voll mit Elektronen besetzten Energieband (Valenzband) liegt. Es kann (am absoluten Temperatur-Nullpunkt, T = 0 Kelvin) wie bei Metallen und Halbmetallen nur teilweise besetzt oder wie bei Halbleitern und Isolatoren unbesetzt sein.
Befinden sich Elektronen eines Materials im Leitungsband, so können sie aufgrund freier Energiezustände im Leitungsband leicht Energie aus einem elektrischen Feld aufnehmen, sich quasi "frei" bewegen. Das Material ist daher elektrisch leitfähig.
Bei Halbleitern und Isolatoren ist das Leitungsband durch die Bandlücke vom Valenzband getrennt. Elektronen können diese nur durch äußere Energiezufuhr, nämlich thermische, kinetische oder photonische Anregung, überwinden (siehe auch photoelektrischer Effekt).
Die theoretische Berechnung des Leitungsbandes muss quantenmechanisch erfolgen, da es sich i. A. um die Bewegung von Elektronen in einem periodischen Potenzial (das der Atome im Festkörper) handelt. Für eine genaue Berechnung müssen z. B. der Drehimpuls, der Spin und relativistische Effekte berücksichtigt werden.
Siehe auch
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