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Leif Eriksson

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Denkmal von Leif Eriksson vor der Hallgrímskirkja in Reykjavík

Leif Eriksson, isländisch: Leifur Eiríksson (* ca. 970 in Island; † ca. 1020) war ein isländischer Entdecker. Sein Beiname ist "Leif der Glückliche".

Inhaltsverzeichnis

Entdeckung Amerikas

Leif Eriksson wurde etwa 970 als Sohn Eriks des Roten und als Enkel von Thorvald Asvaldsson auf Island geboren. Dass er auf Island geboren ist, wird zwar in keiner Quelle erwähnt, ergibt sich aber aus dem Zeitabstand zwischen der Übersiedlung seines Vaters nach Grönland und seiner eigenen Fahrt an den norwegischen Königshof. Dazwischen liegen nur 12 Jahre. Daher muss er vor der Übersiedlung geboren sein. Da der Vater in Island geheiratet hat, ist seine Geburt auf die Zeit nach der Flucht des Vaters aus Norwegen anzusetzen. Er kam mit seinem Vater, der nach einem Mord verbannt worden war und nach Westen segelte, wo er Grönland erkundete. Um ca. 1000 segelte Leif mit etwa 35 Mann erneut los und betrat, vermutlich als erster Europäer, nordamerikanischen Boden. Zwar nennt die Grönland-Saga Bjarni Herjólfsson als "Entdecker", doch Leifs Ankunft wurde von Adam von Bremen in seiner Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum dokumentiert und somit schriftlich belegt. Weiter gibt es Anzeichen, dass unbekannte Isländer bereits 985 Nordamerika erreicht haben. Leif erkundete weitere Gebiete an der nordamerikanischen Küste. Darunter Helluland (die Baffin-Insel), das Markland (wahrscheinlich Labrador) und schließlich das auch später noch bedeutende Vinland, dessen geographische Lage umstritten ist, jedoch heute meistens mit Neufundland gleichgesetzt wird. Leifs Bruder startete weitere Expeditionen, geriet jedoch mit den Ureinwohnern, welche die Nordmänner "Skraelinger" nannten, in Konflikt und starb an einer Pfeilverletzung. 150 Grönländer (darunter 16 Frauen) besiedelten dennoch das Land im Westen. Die Kolonie konnte sich jedoch aufgrund von Konflikten mit den Indianern nicht dauerhaft behaupten.

Bild:Vikings-Voyages.png
Karte über die Entdeckungsfahrten der Wikinger

Neufundland

In L'Anse aux Meadows auf Neufundland wurde in den 1960er Jahren eine Wikingersiedlung ausgegraben, die vermutlich auf Leif Eriksson zurückgeht. Lange Zeit führte man den Namen auf das altnordische Wort "Vin" für "Wein" zurück und suchte Vinland daher viel weiter südlich in Gebieten, wo Weintrauben gedeihen. Seit den Ausgrabungen auf Neufundland führt man "Vin" eher auf das Wort für "Weiden" zurück.

Ehrungen

Islands internationaler Flughafen in Keflavík trägt den Namen Leifur Eiríksson.

Der Leif-Eriksson-Tag ist am 9. Oktober.

Sonstiges

Die amerikanische Band Interpol benannte auf dem Album Turn On the Bright Lights einen Song nach Leif Eriksson.

Literatur

Walter Illing, Drachenschiffe vor Amerika, Kulturgeschichtlicher Roman, Prisma Verlag Leipzig 1976,

Weblinks

Wikipedia
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