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Lehesten

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel erläutert die thüringische Stadt Lehesten; die thüringische Gemeinde gleichen Namens findet sich unter Lehesten (bei Jena)
Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen Lehesten.png
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saalfeld-Rudolstadt
Verwaltungsge-
meinschaft
:
Probstzella-Lehesten-Marktgölitz
Koordinaten: Koordinaten: 50° 28′ N, 11° 27′ O50° 28′ N, 11° 27′ O
Höhe: 640 m ü. NN
Fläche: 35,96 km²
Einwohner: 2092 (29. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07349
Vorwahl: 036653
Kfz-Kennzeichen: SLF
Gemeindeschlüssel: 16 0 73 046
Stadtgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Obere Marktstraße 1
07349 Lehesten
Webpräsenz:
Bürgermeister: Helmut Färber (SPD)

Lehesten ist eine kleine Stadt im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Lehesten liegt im südöstlichen Teil des Thüringer Waldes, dem Thüringer Schiefergebirge direkt am Rennsteig. Die Stadt gehört der Verwaltungsgemeinschaft Probstzella-Lehesten-Marktgölitz an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Probstzella hat.

Ausdehnung des Stadtgebietes

Zur Stadt gehören die Gemeindeteile Bärenstein, Brennersgrün, Kloppenbach, Kohlhauhäuser, Röttersdorf, Schiefermühle, Schmiedebach, Staatsbruch und Thomas-Müntzer-Siedlung.

Geschichte

Erstmals wurde Lehesten 1071 urkundlich erwähnt. Das Dorf gehörte im Mittelalter zum Besitz des Klosters Saalfeld. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort aufgrund seiner Lage an der Straße von Kronach nach Pößneck zur Stadt. Ab 1651 ist ein aus einem Bürgermeister und drei Beisitzern bestehender Rat nachgewiesen.

Im Stadtteil Schmiedebach wurden zur Zeit des 2. Weltkrieges Triebwerke für die V2-Rakete von Kriegsgefangenen gebaut und getestet.

Politik

Stadtrat

Der Rat der Stadt Lehesten besteht aus 14 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Helmut Färber wurde am 27. Juni 2004 gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Bild:Lehesten-Museum.jpg
Schieferbergbaumuseum Lehesten
Bild:Pferdegöpel Lehesten.jpg
Pferdegöpel in Lehesten

Naturdenkmäler

Etwa 4 km südlich von Lehesten findet sich der Wetzstein, der zweithöchste Berg des Frankenwaldes. Etwas unterhalb des Gipfels wurde in den Jahren 2000 - 2004 der Altvaterturm erbaut. Eine der alten Schiefergruben, etwa 1 km südlich von Lehesten, ist mit Wasser vollgelaufen und bildet eine Badegelegenheit mit klarem und erfrischendem Wasser im Hochsommer, die durch die Schiefer erheizt wird. Allerdings sollte das Wasser aufgrund des Alaungehaltes nicht getrunken werden.

Bauwerke

  • Im Vorraum der Kirche befindet sich die größte jemals in einem Stück gehauene Schiefertafel (308 cm x 253 cm).







Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftliche Grundlage der Stadt war der ab Ende des 15. Jahrhunderts belegte Schieferabbau. Es existierten zwei große Schieferbrüche, der dem Herzogtum gehörende Herrschaftsbruch und der nach seinem Besitzer genannte Oertelsbruch. Die herzoglichen Schieferbrüche wurden Ende 1918 vom Freistaat Sachsen-Meiningen übernommen, bis sie schließlich 1920 in den Besitz des Landes Thüringen übergingen.

Die Gewinnung wurde 1999 eingestellt. Die Lehestener Tagebaue gelten als die umfangreichsten des europäischen Festlandes und sind als Schiefer-Besucherbergwerk zugänglich.

Im Gefolge der Schiefergewinnung entstand in Lehesten ein bedeutendes Dachdeckergewerbe. Bis zum Bau der Eisenbahnstrecke nach Lehesten waren in der Stadt auch zahlreiche Fuhrunternehmen ansässig, deren überwiegendes Transportgut gleichfalls der Schiefer war (Schieferfuhrordnung von 1698).

Verkehr

Am 1. Dezember 1885 wurde durch die Bayrische Staatsbahn die 7,6 km lange Bahnstrecke Ludwigsstadt–Lehesten eröffnet. Da nach Ende des 2. Weltkriegs die Strecke über die Zonengrenze zwischen amerikanischer und sowjetischer Zone lief, wurde der Personenverkehr nicht mehr aufgenommen. Von 1947 bis 1951 gab es aber noch Güterverkehr zur Schieferabfuhr, am 11. Juli 1951 wurde die Strecke durch die DDR endgültig geschlossen.



Literatur

  • Hans Patze und Peter Aufgebauer (Hrsg.): Thüringen. In: Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands. Band 9. Kröner-Verlag 1989, ISBN 3520313022

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Lehesten, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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