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Legitimisten

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Als Legitimisten (französisch légitimistes, von légitime = gesetzlich, rechtmäßig) bezeichnet man die Partei in Frankreich, die nach der Revolution von 1830 weiterhin die Ansprüche der älteren Linie des Hauses der Bourbonen als die legitimen Herrscher von Gottes Gnaden unterstützte. Der Tod des Grafen von Chambord 1883 verursachte die Auflösung die Partei der Legitimisten; nur ein unbedeutender Rest, bekannt als die Blancs d'Espagne, wollte den Nachfolgeverzicht Philipps V. von Spanien nicht anerkennen und hielt die Rechte der Bourbonen in der Anjou-Linie aufrecht. Alphonse de Bourbon hält als Louis XX. Anspruch auf den französischen Thron, im Gegensatz zu Henri d'Orléans als vermeintlicher Henri VII.

Das Wort Légitimiste wurde von der Académie française erst 1878 zugelassen; inzwischen hatte sich sein Gebrauch aber auch jenseits von Frankreich verbreitet und wird für jegliche Unterstützer von Erbmonarchien verwendet (vgl. Legitimität).

Vor allem in Österreich werden damit historisch jene Kreise bezeichnet, welche in der 1. Republik die Abdankung Kaiser Karls I. nicht anerkannten, da dieser 1918 nur auf die Regierungsbeteiligung, nicht aber auf die Krone verzichtet hatte. In der Studentenszene fand dies seinen Niederschlag in den Legitimistischen Studentenverbindungen. Während der der NS-Zeit wurden bekennende Legitimisten von den Nazis verfolgt, da sie Otto von Habsburg als ihr rechtmäßiges Staatsoberhaupt betrachteten und dem Deutschen Reich den Treueeid verweigerten.

Siehe auch: Orléanisten

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