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Lebendigbegraben

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Aus dem Römischen Reich ist das Lebendigbegraben von vestalischen Jungfrauen belegt. Es wurde ausschließlich in Fällen von Unkeuschheit angewandt. Während ihrer Amtszeit als Priesterinnen hüteten die Vestalinnen das Feuer der Stadt Rom. Ihre Keuschheit war religiöse Pflicht und versinnbildlichte die Reinheit der Stadt von göttlichem Unheil.

Bei erfolgter Verurteilung wurde zunächst der Liebhaber auf dem Forum Romanum öffentlich zu Tode gegeißelt. Ein inszenierter Leichenzug begleitete dann die Vestalin zur Porta Collina, wo die Hinrichtung vollstreckt wurde. Der Vestalin wurden in ihrem Grab Nahrungsmittel beigegeben, vermutlich um die Gemeinschaft von dem Vorwurf der direkten Tötung freizusprechen.

Plinius beschreibt detailliert die Hinrichtung einer Vestalin als "Sühneopfer" des mit politischen Schwierigkeiten kämpfenden Kaisers Domitian.

Literatur

FRASCHETTI, A., La sepoltura delle Vestali e la città, in: Du châtiment dans la cité. Supplices corporels et peine de mort dans le monde antique. Table ronde Rome 9-11 novembre 1982, Collection de l’École française de Rome 79, Rom, Paris 1984, 97-129

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