Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Le Bec

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Kloster Le Bec (Notre Dame du Bec) im heutigen Le Bec-Hellouin (Département Eure) war bis zur Zerstörung in der Französischen Revolution eine Benediktiner-Abtei in der Normandie (Diözese Évreux). Seit 1948 ist sie wieder von Mönchen (Olivetanern) bewohnt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Kloster wurde 1034 von Herluin von Brionne bei Bourneville gegründet und 1039 an den Bec verlegt.

Lanfrank von Bec wurde hier 1042 Mönch und begründete als Prior (ab 1045) die weithin bekannte Schule, die ab 1063 von seinem Schüler und zweiten Abt von Bec Anselm von Canterbury geleitet wurde, der ihm auch auf dem Bischofsstuhl von Canterbury folgen sollte. Zahlreiche Bischöfe und Äbte (u.a. Theobald von Bec, Gilbert Crispin) stammten aus diesem Kloster, das von englischen und französischen Königen reich ausgestattet wurde. Andere bekannte Theologen (z. B. Ivo von Chartres, Alexander von Lucca) studierten an der Klosterschule, in deren Grammatik- und Rhetorik-Unterricht (Trivium) Lanfrank die Auslegung der Heiligen Schrift, insbesondere der Psalmen und der Paulusbriefe, einbezogen und damit die Einführung grammatischer und rhetorischer Fragestellungen und Methoden in die biblische Exegese begründet hatte. [1]

1167 wurde Kaiserin Mathilde in der Abteikirche beigesetzt, 1263 wurden Kirche und Abtei durch einen Brand verwüstet.

In späterer Zeit konnte das Kloster nicht mehr an Bekanntheit, Einfluss und religiöse Erneuerung der ersten beiden Jahrhunderte seines Bestehens anknüpfen.

Literatur

  • Hans Wolter: "Bec (Le Bec Hellouin)". In: LTHK2 II, sp. 90

Anmerkungen

  1. Vgl. Klaus Reinhardt: "Lanfrank von Bec". In: BBKL IV (1992), spp. 1074-1076 [1].

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Le_Bec, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen