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Lavadom
Aus Kefk.
In der Vulkanologie ist ein Lavadom eine hügelförmige Erhebung, die durch die Eruption von Lava mit hohem Siliciumdioxidanteil (wie Rhyolith) aus einem Vulkan entsteht. Der hohe Silikatanteil macht die Lava sehr zäh, sodass sie nicht sehr weit von der Öffnung wegfließen kann. Lavadome sind der Grund für die Entstehung von Schichtvulkanen. Bei hohem Siliziumdioxidanteil können wesentlich höhere und steilere Berge entstehen als bei Lava mit geringem Anteil. Ein Lavadom kann auch instabil werden und zum Zusammenfallen neigen. Wenn ein Teil des Lavadoms kollabiert, während er immer noch geschmolzenes Gestein und Gase erhält, kann es zur Erzeugung eines Pyroklastischen Stroms kommen, einem der gefährlichsten Phänomene bei einem Vulkanausbruch.
Bekannte Lavadome befinden sich z.B. auf dem Gunung Merapi in Java, auf dem Soufriere Hills in Montserrat und auf dem Mount St. Helens in den USA. Letzterer hat zwei Dome; der erste entstand in den Jahren nach dem Ausbruch von 1980, der neue, dessen Höhe mittlerweile die des alten übertrifft, hat sich seit Oktober 2004 neu gebildet und wächst bis heute weiter (Stand Juni 2005).
Lavadome können auch neben bestehenden Vulkanen entstehen; das bekannteste Beispiel hierfür ist der Novarupta, der sich unweit des Katmai in Alaska gebildet hat.
