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Lausitzer Kultur
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Die Lausitzer Kultur ist eine bronzezeitliche und eisenzeitliche Kultur in der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. Manchmal wird der eisenzeitliche Abschnitt auch als Billendorfer Kultur abgetrennt. Die Bezeichnung "Lausitzischer Typ", nach der Lausitz, aus der die ersten Funde stammten, geht auf den deutschen Arzt Rudolf Virchow zurück. Sie ist von der Saale, Spree bis zur Donau, Weichsel und dem Slowakischen Erzgebirge (Mittelslowakei) verbreitet. Ihr benachbart waren im Westen die Gruppen der Urnenfelderkultur und im Nordwesten die der Nordischen Bronzezeit.
Über die von den Trägern dieser Kultur gesprochene Sprache wissen wir mangels schriftlicher Zeugnisse nichts. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde von deutschen Forschern wie Gustaf Kossinna eine karpodakische, später, in Anlehnung an Alfred Götze, eine nordillyrische "Volkszugehörigkeit" behauptet, während der Tscheche Pič und vor allem der polnische Forscher Jozef Kostrzewski in ihnen Urslawen sahen.
Siedlungen aus Pfostenhäusern waren typisch für die Lausitzer Kultur, wie auch die meisten anderen bronzezeitlichen Kulturen Mitteleuropas. Befestigte Burgen finden sich sowohl auf Bergrücken als auch in sumpfigen Niederungen.
Inhaltsverzeichnis |
Wichtige Fundorte
- Biskupin in Polen, rekonstruierte Niederungsburg
- Gräberfeld von Niederkaina in Sachsen
- Gräberfeld von Liebersee in Sachsen
- Römerschanze bei Potsdam, Burg
- Schlackenwall auf dem Löbauer Berg
Sonstiges
Die Lausitzer Kultur ist nicht zu verwechseln mit der Lebus-Lausitz-Gruppe oder Luboszyce-Kultur
Literatur
- Ernst Probst: Deutschland in der Bronzezeit. Bertelsmann, München 1996. ISBN 3570022374
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