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Laserbeschriftung
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Unter Laserbeschriftung versteht man das Beschriften oder Markieren von Oberflächen mit Hilfe eines starken Laserstrahls. Im Gegensatz zum Laserdruck bei dem mit einem schwachen Laserstrahl nur der Pigmentauftrag auf dem bedruckten Material gesteuert wird, wird bei der Laserbeschriftung die Oberfläche des beschrifteten Materials selbst verändert. Das Verfahren und der Energieeinsatz hängen daher vom Material der Oberfläche ab. Laserbeschriftungen sind wasser- und wischfest und sehr dauerhaft. Sie können schnell und automatisiert und individuell erzeugt werden, weshalb das Verfahren gerne zur Nummerierung von Einzelteilen verwendet wird.
Inhaltsverzeichnis |
Prinzipien
Je nach Material werden verschiedene Effekte mit der Laserbeschriftung erzielt.
Organische Materialien
Bei organischen Materialien wie Papier, Pappe, Holz oder Leder werden durch die lokale Aufheizung chemische Umwandlungsreaktionen ausgelöst, die sich in einer Farbänderung äußern. Das ist vergleichbar mit dem Setzen eines Brandzeichens. Bei den ebenfalls organischen Kunststoffen kann das zwar auch der Fall sein, häufig werden aber spezielle Kunststoffe eingesetzt, bei denen durch das Erhitzen ein gezielter Farbumschlag stattfindet. Das erweitert das Spektrum der erzielbaren Farbvarianten.
Ein Beispiel für dieses Verfahren sind Computertastaturen.
Farbabtrag
Eine weitere Variante der Laserbeschriftung ist der gezielte Farbabtrag von beschichteten Gegenständen, so dass die darunterliegende Farbe der Gegenstände hervortritt.
Der Farbabtrag wird seit Ende der 1980er Jahre im Automobilbau genutzt um beleuchtete Bedienelemente zu beschriften. Zumeist werden transluzente Kunststoffe eingesetzt, die in der gewünschten Designfarbe, lackiert werden. Mit dem Laserstrahl wird dann das gewünschte Symbol aus der Lackoberfläche „herausgebrannt“. Die Vorteile der Laserbeschriftung liegen in der sehr kurzen Vorbereitungszeit bei Änderungen der Symbolik und in der Robustheit der Beschriftung. Der Laser stellt dabei die rationellste und prozesssicherste Möglichkeit der Beschriftung dar.
Anlassbeschriftung
Bei metallischen Oberflächen ist auch eine Anlaufbeschriftung möglich. Metalle, die bis zu einer bestimmten Temperatur erhitzt werden, erhalten durch Oxidationsprozesse auf der Oberfläche einen farbigen Überzug. Bei Stahl ist das als Bläuen bekannt, an verchromten Auspuffrohren von Motorrädern ist der Effekt in den verschiedenen temperaturabhängigen Stadien gut zu beobachten.
Gravur
Durch den laserinduzierten Materialabtrag ist auf allen Materialien, selbst auf und in Glas, eine Gravur möglich. Die Gravur geht nicht immer mit einer Farbänderung einher und ist daher meist schlechter sichtbar, aber dafür dauerhafter, da sie nur durch tiefes Abschleifen entfernt werden kann.
Innengravur
Bei der Innengravur von transparenten Materialien wie Plexiglas oder Glas wird der Laser im Innern des Materials fokussiert. Nur in der unmittelbaren Nähe des Fokuses werden so hohe Feldstärken erreicht werden, dass das Material nicht mehr transparent ist und die Laserenergie absorbiert. Dadurch erhitzt sich das Material kurzzeitig lokal auf bis zu 20000° C. Nach dem Abkühlen bleibt eine undurchsichtige Stelle im Material zurück. Führt man den Fokus des Lasers durch das Material, lassen sich so dreidimensionale Abbildungen gravieren.
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