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Landmaschinenmechaniker
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Landmaschinenmechaniker ist ein Handwerksberuf, der mit den Schwerpunkten "Landmaschinen", "Baumaschinen" oder "Motorgeräten" erlernt werden kann. Ein Landmaschinenmechaniker führt Wartungs-, Reparatur- und Umbauarbeiten an Fahrzeugen, Maschinen, Geräten und Anlagen aus, die vorwiegend in der Land- und Forstwirtschaft, im Gartenbau, in der Bau- und Kommunalwirtschaft und teilweise auch in privaten Bereichen eingesetzt werden.
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Landmaschinenmechaniker mit eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ)
Die rasante Entwicklung im Schmiedegewerbe führte dazu, dass zu den Berufen Huf- und Wagenschmied wie des Bau- und Fahrzeugschmieds die Berufsbezeichnung des Landmaschinenmechanikers dazukam. Am 26. Dezember 1960 trat das erste Reglement in Kraft, in welchem der Landmaschinenmechaniker als Berufsbezeichnung vorkam. Da immer weniger Betriebe Schmiedearbeiten ausführten, entstand 1976 ein neues Reglement, in dem nur noch der Landmaschinenmechaniker vorkam.
Das letzte Reglement entstand 1991 und war bis am 31. Dezember 2006 gültig. Es teilte die Berufsbezeichnung des Landmaschinenmechanikers in drei Untergruppen ein. Es waren dies:
- Landmaschinenmechaniker
Seit dem 1. Januar 2007 ist die Verordnung der beruflichen Grundbildung (BiVo) in Kraft und regelt erstmals alle drei oben aufgeführten Grundbildungen in je einer separaten Verordnung.
Die Grundbildung dauert 8 Semester und kann in drei Bildungsorte eingeteilt werden
Praktische Ausbildung
- Im Lehrbetrieb während durchschnittlich 4 Tagen pro Woche
Theoretische Ausbildung
- In der Berufsfachschule zu total 1575 Lektionen, davon:
- berufskundlicher Unterricht 920 Lektionen
- allgemein bildender Unterricht 480 Lektionen
- Sportunterricht 175 Lektionen
Überbetriebliche Kurse (üK)
- Im Kurszentrum, während 36-38 Tagen zu 8 Stunden, über die gesamte Ausbildungszeit verteilt.
Nach erfolgreich bestandenem Qualifikationsverfahren erhält der Absolvent das eidgenössiche Fähigkeitszeugnis (EFZ) welches ihn dazu berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel des Landmaschinenmechaniker EFZ zu führen.
Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) ermöglicht dem Besitzer den Einstieg in die höhere Berufsbildung. So kann er sich beispielsweise zum Landmaschinen-Werkstattleiter (BP mit eidg. Fachausweis) oder zusätzlich zum Landmaschinenmechaniker-Meister (HFP mit eidg. Diplom) ausbilden.
Landmaschinenmechaniker-Werkstattleiter (BP mit eidg. Fachausweis)
Der Inhaber dieses Titels verfügt über die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse, um Verantwortung im fachtechnischen Bereich, die Förderung des unterstellten Personals sowie die Ausbildung von Lernenden zu übernehmen.
Voraussetzungen für die Zulassung an die BP
- Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Landmaschinenmechaniker
- 3 Jahre Berufpraxis
- Absolvierter Lehrmeisterkurs
Während der Berufsprüfung werden die Kandidaten in folgenden Bereichen geprüft
- Werkstoffbearbeitung
- Facharbeiten
- Fachkenntnisse
- Werkstattleitung
Die berufsbegleitende Ausbildung erstreckt sich über 4 Semester und folgt einem koordinierten Konzept zwischen Berufsfachschule und Kurszentrum. So kann eine umfassende, theoretische und praktische Vorbereitung auf die Berufsprüfung für Landmaschinen-Werkstattleiter gemäss dem Reglement der Schweizerischen Metall-Union (SMU) und des Verbandes Schweizerischer Baumaschinenfabrikanten und Handelsfirmen (VSBM) gewährleistet werden.
Dem Inhaber des Fachausweises als Landmaschinen-Werkstattleiter (BP mit eidg. Fachausweis) ist es möglich sich zum Landmaschinenmechaniker-Meister (HFP mit eidg. Diplom) weiterzubilden.
Landmaschinenmechaniker-Meister (HFP mit eidg. Diplom)
Die Höhere Fachprüfung (HFP) prüft ob die notwendigen Kompetenzen und das Wissen zum selbständigen Führen eines Landmaschinenfachbetriebes vorhanden sind.
Voraussetzungen für die Zulassung an die HFP
- Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Landmaschinenmechaniker
- Berufprüfung (BP)
- 1 Jahr Berufserfahrung als Landmaschinen-Werkstattleiter
Während der Höheren Fachprüfung werden die Kandidaten in folgenden Bereichen geprüft
- Finanz- und Rechnungswesen
- Korrespondenz
- Technik
- Rechtskunde
- Unternehmensführung
- Verkauf
- Personalführung
Als Vorbereitung auf die HFP bieten verschiedene Berufsschulen einen Vorbereitungskurs an. Während zwei Semestern werden die Kandidaten auf die HFP vorbereitet.
Eidg. diplomierte Landmaschinenmechanikermeister sind in verschiedenen Berufssparten begehrte Fachleute. Die Verbindung von fundiertem mechanischem Grundwissen kombiniert mit dem kaufmännischen Verständnis macht sie als Betriebsleiter, Geschäftsführer oder Kadermitarbeiter bei Importeuren oder Herstellern begehrt.
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