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Landkreis Rosenheim
Aus Kefk.
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Wappen LandkreisRosenheim.png | Bild:Lage des Landkreises Rosenheim in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern |
| Verwaltungssitz: | Rosenheim |
| Fläche: | 1.439,40 km² |
| Einwohner: | 246.985 (30. September 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 172 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | RO |
| Kreisschlüssel: | 09 1 87 |
| Kreisgliederung: | 46 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Wittelsbacherstr. 53 83022 Rosenheim |
| Website: | www.landkreis-rosenheim.de |
| Politik | |
| Landrat: | Max Gimple (CSU) |
| Karte | |
| Bild:Bayern landkreis rosenheim karte.png | |
Der Landkreis Rosenheim liegt in Oberbayern und grenzt (im Uhrzeigersinn beginnend im Westen) an die Landkreise Miesbach, München, Ebersberg, Mühldorf am Inn und Traunstein sowie im Süden an das österreichische Bundesland Tirol mit dem Bezirk Kufstein. Die Kreisstadt Rosenheim wird ganz vom Landkreis umschlossen, gehört als kreisfreie Stadt selbst aber nicht dazu und ist in den einzelnen Daten des Landkreises deshalb auch nicht enthalten.
Zum Landkreis Rosenheim gehören die Städte Kolbermoor, Bad Aibling und Wasserburg am Inn, sowie 43 weitere Gemeinden.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Der Landkreis Rosenheim liegt im Alpenvorland sowie im bayrischen Teil des Unterinntals. Landschaftlich interessant ist die vom würmeiszeitlichen Inngletscher hinterlassene Moränenlandschaft mit vielen Seen. Die im Tegernsee entspringende Mangfall fließt bei Rosenheim in den Inn. Zum Kreisgebiet gehört der Westteil des Chiemsees mit den Inseln Frauen- und Herrenchiemsee. Im Süden liegen das Mangfallgebirge (der Wendelstein ist mit 1838 m die auffälligste (aber nicht höchste) Erhebung im Landkreis) und die Chiemgauer Alpen.
Geschichte
Im 1. Jahrhundert befand sich bei Rosenheim eine Brücke über den Inn (pons aeni), der die Grenze zwischen den römischen Provinzen Raetien und Noricum bildete. Diese Brücke lag wahrscheinlich zwischen den beiden Orten Leonhardspfunzen und Langenpfunzen, wobei das Wort "pfunzen" ein altes Wort für Brücke ist. Im zwölften Jahrhundert ging das Gebiet in den Besitz der Wittelsbacher über, die alten Stammesherzogtümer wurden durch die landesherrlichen Gerichte und Ämter ersetzt. 1803 wurde das Gericht Aibling errichtet, doch bereits 1807 wieder aufgelöst. Gleichzeitig wurde das Landgericht Rosenheim neu umschrieben. Ferner gab es im Norden des heutigen Landkreises das Landgericht Wasserburg. Alle Landgerichte gehörten ab 1810 zum Isarkreis, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde. Neben den Landgerichten gab es im heutigen Kreisgebiet noch Herrschafts- bzw. Patrimonialgerichte und Hofmarken, die erst 1848 aufgelöst wurden. 1838 wurde das Landgericht Aibling wieder errichtet. Ferner entstand das Landgericht Haag. 1853 wurde noch das Landgericht Prien anstelle des 1848 aufgelösten Herrschaftsgerichts errichtet. 1862 bildeten die Landgerichte Rosenheim, Prien und Aibling das Bezirksamt Rosenheim als Verwaltungsbehörde unter einem "Kgl. Bezirksamtmann". Die Landgerichte Wasserburg und Haag bildeten das Bezirksamt Wasserburg. Im Jahr 1864 erhielt die Gemeinde Rosenheim durch den Bayerischen König Ludwig II. die Stadtrechte. 1870 wurde sie eine kreisunmittelbare Stadt.
1900 wurde für den Raum Aibling ein eigenes Bezirksamt errichtet. Hierfür gab das Bezirksamt Rosenheim 22 Gemeinden ab, bekam jedoch vier Gemeinden des Bezirksamtes Traunstein. Die Bezirksämter wurden ab 1939 in Landratsämter, die zugehörigen Bezirke in Landkreise umbenannt.
Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern 1972 wurde aus dem Landkreis Rosenheim, dem Großteil des Landkreises Bad Aibling (eine Gemeinde im Nordwesten kam zum Landkreis München) sowie dem südlichen Teil des Landkreises Wasserburg am Inn der heutige Landkreis Rosenheim gebildet. Das restliche Gebiet des Landkreises Wasserburg kam an die Landkreise Mühldorf am Inn, Erding und Ebersberg.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Einkommensteuerkraft je Einwohner lag im Jahr 2004 bei 279 Euro (Bundesdurchschnitt 216). Die Kaufkraft je Einwohner im Jahr 2005 lag bei 8.890Euro (Bundesdurchschnitt 8.523).
Die bewirtschaftete Fläche dient vor allem der Milchviehhaltung. In Kolbermoor, Wasserburg und Raubling sind größere Industriebetriebe angesiedelt.
Der Chiemgau und das Inntal sind beliebte Fremdenverkehrsgegenden; große Kur- und Rehabilitationseinrichtungen befinden sich in Bad Aibling, Bad Feilnbach, Bad Endorf, Prien und Vogtareuth.
Verkehr
Die kreisfreie Stadt Rosenheim ist ein wichtiger Eisenbahnknoten im Voralpenland, der schon 1857 durch die Bayerische Maximiliansbahn mit München über Holzkirchen - Bad Aibling verbunden wurde (Mangfalltalbahn). Sie führte noch im selben Jahr über Kiefersfelden nach Kufstein in Tirol weiter und 1860 über Prien - Traunstein - Freilassing nach Salzburg.
Erst 1871 eröffnete die Bayerische Staatsbahn die Direktverbindung von München über Grafing nach Rosenheim und von hier 1876 die Bahn innabwärts nach Mühldorf. In Wasserburg Bf zweigten seit 1902 die Verbindungsbahn nach Wasserburg Stadt und 1905 die Linie nach Ebersberg ab.
Weitere staatliche Lokalbahnen kamen hinzu: 1878 die Strecke Prien–Aschau (Chiemgaubahn) und 1908 Endorf–Obing (Chiemgauer Lokalbahn), eingestellt in den 80er Jahren und 2006 wieder als Wochenendbahn von privater Seite in Betrieb genommen, ferner 1897 die elektrische Bahn Bad Aibling–Bad Feilnbach der AG für E-Werke vorm. O.L. Kummer & Co. (ca. 90 Jahre später eingestellt)
Die jüngste, 1914 erbaute Bahn von Rosenheim nach Frasdorf verlässt die Salzburger Hauptstrecke in Landl. Die Teilstrecke Rohrdorf-Frasdorf ist eingestellt worden, die Strecke Rosenheim-Rohrdorf ist eine reine Güterverkehrsbahnstrecke.
Fast ausschließlich dem Fremdenverkehr dienen zwei Schmalspurbahnen:
- die Chiemseebahn, eine 1887 eröffnete Zubringerlinie der Firma Ludwig Feßler vom Bahnhof Prien zur Schiffsstation Stock
- Die Zahnradbahn der Wendelsteinbahn GmbH, die seit 1912 von Brannenburg aus den über 1700 m hohen Aussichtsberg erklimmt.
Die „Wachtl-Bahn“ ist eine elektrische Werksbahn, die von Kiefersfelden aus auch touristische Züge einsetzt.
Das Eisenbahnnetz von über 220 km Ausdehnung wurde durch die Stillegung einiger Nebenstrecken um 45 km Länge reduziert:
- 1968: Endorf–Amerang–Obing 12 km
- 1970: Landl–Rohrdorf–Frasdorf 16 km
- 1973: Bad Aibling–Bad Feilnbach 12 km
- 1987: Wasserburg Bf–Wasserburg Stadt 5 km
(sh. aber die Anmerkungen zur Teileinstellung bzw. Freizeitbahn)
Politik
Landräte
- 2. Juni 1948 - 30. April 1978: Georg Knott, (CSU)
- 1. Mai 1978 - 30. April 1984: Josef Neiderhell, (CSU)
- seit 1. Mai 1984: Max Gimple, (CSU)
Wappen
Das Landkreiswappen zeigt oben die bayerischen weiß-blauen Rauten. Sie wurden vom Wappen des ehemaligen Landkreises Bad Aibling, dem ältesten Herrschaftsgebiet der Wittelsbacher, übernommen. Die beiden Seeblätter auf der linken Seite sind dem Wappen des Inselklosters Frauenchiemsee entnommen, und stehen für den Chiemgau, der den Osten des Landkreises bildet. Der rote Löwe auf der rechten Seite kommt vom Wappen der Stadt Wasserburg. Das Wappen wurde am 14. Mai 1976 in seiner heutigen Form eingeführt.
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 30. September 2006)
Gemeindefreie Gebiete (10,37 km²)
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Weblinks
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