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Landkreis Mansfelder Land

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Wappen Karte
Bild:Wappen Landkreis Mansfelder Land.png Bild:Lage des Landkreises Mansfelder Land in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Verwaltungssitz: Eisleben, Lutherstadt
Fläche: 758,71 km²
Einwohner: 98.656 (30. November 2006)
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 15 2 60
Kfz-Kennzeichen: ML
Kreisgliederung: 59 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Lindenallee 56
06295 Eisleben, Lutherstadt
Website: www.mansfelderland.de
Landrat: Hans-Peter Sommer (CDU)
Karte
Bild:Saxony anhalt ml.png

Der Landkreis Mansfelder Land ist ein Landkreis im Süden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Aschersleben-Staßfurt und der Landkreis Bernburg, im Osten der Saalkreis, im Süden die Landkreise Merseburg-Querfurt und Sangerhausen und im Westen der Landkreis Quedlinburg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Landkreis Mansfelder Land befindet sich im östlichen Harzvorland. Er umfasst auch Gebiete, die über das historische Mansfelder Land hinaus gehen.

Geschichte

Der Landkreis Mansfelder Land ist geprägt vom Jahrhunderte andauernden Kupferabbau.

Um 1200 entdeckten die beiden Goslarer Bergleute Nappian und Neucke in der Nähe von Hettstedt Vorkommen von Kupfererz. Daraufhin setzte eine große bergbauliche Entwicklung ein, die das Gesicht der Region nachhaltig prägte.

1989 wurden mit den Bernhard-Koenen-Schächten I und II in Niederröblingen und Nienstedt und dem Thomas-Müntzer- Schacht bei Sangerhausen die letzten Kupferbergbauschächte in der Region stillgelegt, nachdem der sich der Kupferbergbau schon zwischen 1960 und 1970 aus der sog. Mansfelder Mulde (Landkreis Mansfelder Land) in die Sangerhäuser Mulde (Landkreis Sangerhausen) verlagert hatte. Große Abraumhalden mit teilweise mehr als 100 Metern Höhe werden auch in Zukunft von der einst wichtigen Bedeutung des Kupfers für diese Region künden.

Der Landkreis Mansfelder Land entstand im Zuge der Kreisreform in Sachsen-Anhalt aus den beiden ehemaligen Landkreisen Hettstedt und Eisleben, die wiederum nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Vorgängerkreisen "Mansfelder Gebirgskreis" und "Mansfelder Seekreis" gebildet wurden.

Historisch leitet sich die Bezeichnung aus dem Namen der vormaligen Grafschaft Mansfeld ab.

Die Entstehung der Grafschaft Mansfeld lässt sich bis in die Zeit von Karl dem Großen zurück verfolgen. Nach der Sage wollte sich der Kaiser gegenüber einem Lehnsmann erkenntlich zeigen und ihm für seinen Dienst ein Stück Land von der Größe überlassen, die dieser mit einem Sacke Korn bestellen kann. Der Lehnsmann schnitt ein winziges Loch in den Sack und ritt mit seinem Pferd auf dem Kamm der Mansfelder Mulde rings um das Gebiet der künftigen Grafschaft, eine dünne Spur Kornsamen hinterlassend. Als der Lehnsmann mit dem leeren Sacke wieder vor den Kaiser trat, soll dieser lachend gesagt haben: Es sei dieses Mannes Feld.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Das Mansfelder Land wird von den Eisenbahnlinien Magdeburg - Sangerhausen - Erfurt, Halle (Saale) - Kassel sowie Halle (Saale) - Halberstadt durchquert.

Des Weiteren betreibt der Verein Mansfelder Bergwerksbahn e.V. zwischen Benndorf und Hettstedt die älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands als Museumseisenbahn.

Durch den Landkreis Mansfelder Land führen die Bundesstraßen B 180, B 80, B 86 und B 242; die im Bau befindliche Südharzautobahn A 38 wird den Landkreis tangieren.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 30. Juni 2006)

Einheitsgemeinde

  1. Mansfeld, Stadt (8.891)

Verwaltungsgemeinschaften mit ihren Mitgliedsgemeinden

* Sitz der Verwaltungsgemeinschaft

  1. Augsdorf (594)
  2. Burgsdorf (210)
  3. Freist (364)
  4. Friedeburg (Saale) (511)
  5. Friedeburgerhütte (262)
  6. Gerbstedt, Stadt * (3.031)
  7. Heiligenthal (841)
  8. Hübitz (376)
  9. Ihlewitz (345)
  10. Klostermansfeld (2.761)
  11. Rottelsdorf (333)
  12. Siersleben (1.570)
  13. Welfesholz (218)
  14. Zabenstedt (228)
  1. Hettstedt, Stadt * (15.508)
  2. Ritterode (345)
  3. Walbeck (933)
  1. Bischofrode (722)
  2. Hedersleben (1.004)
  3. Lutherstadt Eisleben * (24.100)
  4. Osterhausen (1.053)
  5. Schmalzerode (290)
  1. Ahlsdorf (1.879)
  2. Benndorf (2.462)
  3. Bornstedt (955)
  4. Helbra * (4.656)
  5. Hergisdorf (1.844)
  6. Wimmelburg (1.348)
  1. Amsdorf (528)
  2. Aseleben (535)
  3. Dederstedt (449)
  4. Erdeborn (1.093)
  5. Hornburg (365)
  6. Lüttchendorf (633)
  7. Neehausen (277)
  8. Röblingen am See * (3.085)
  9. Seeburg (597)
  10. Stedten (1.090)
  11. Wansleben am See (1.836)
  1. Abberode (386)
  2. Alterode (513)
  3. Arnstedt (593)
  4. Braunschwende (592)
  5. Bräunrode (478)
  6. Friesdorf (369)
  7. Greifenhagen (270)
  8. Harkerode (333)
  9. Hermerode (127)
  10. Molmerswende (257)
  11. Quenstedt * (858)
  12. Ritzgerode (87)
  13. Sandersleben, Stadt (1.996)
  14. Stangerode (370)
  15. Sylda (529)
  16. Ulzigerode (195)
  17. Welbsleben (747)
  18. Wiederstedt (1.116)
  19. Wippra (1.549)

Weblinks

Wikipedia
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