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Landkreis Demmin

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Wappen Karte
Bild:Wappen Landkreis Demmin.png Bild:Lage des Landkreises Demmin in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Verwaltungssitz: Demmin
Fläche: 1.921 km²
Einwohner: 86.079 (30. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 13 0 52
Kfz-Kennzeichen: DM
Kreisgliederung: 70 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Adolf-Pompe-Str. 12-15
17109 Demmin
Landrat: Frieder Jelen (CDU)
Karte
Bild:Mecklenburg wp dm.png
Bild:Pommern Kr Demmin.png
Das Kreisgebiet 1905

Der Landkreis Demmin ist ein Landkreis in der östlichen Mitte des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Nordvorpommern, im Osten der Landkreis Ostvorpommern, im Südosten der Landkreis Mecklenburg-Strelitz, im Süden der Landkreis Müritz und im Westen der Landkreis Güstrow.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die von vielen Gewässern strukturierte Region (Kummerower See, Peene, Tollense) ist reizvoll und naturbelassen. In den Dörfern gibt es zahlreiche sehenswerte Gutsanlagen mit zum Teil sehr repräsentativen Herrenhäusern. Der östliche Teil des Landkreises (etwa zwei Drittel) gehört historisch zu Vorpommern, der westliche Teil zu Mecklenburg-Schwerin. Während der vorpommersche Teil größtenteils aus flachen Grundmoränenlandschaften gebildet wird, liegt der mecklenburgische Teil am Rand der Mecklenburgischen Schweiz. Abwechslungsreicher vom Relief gestaltet sich auch der südöstliche Teil des Landkreises um die Stadt Altentreptow. Das südlich anschließende breite Tal des Landgrabens bildet hier die historische Grenze zwischen Pommern und Mecklenburg.


Geschichte

Der Landkreis Demmin entstand 1818 im Zuge der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress und gehörte zum Regierungsbezirk Stettin in der preußischen Provinz Pommern. Dieser umfasste meist ländliche Gebiete um die Städte Demmin, Jarmen und Treptow an der Tollense (ab 1939 Altentreptow). Das Landratsamt befand sich in Demmin. Die nördliche Kreisgrenze bildete die Peene, im Westen gegen das Großherzogtum/Freistaat Mecklenburg-Schwerin ebenfalls sowie der Kummerower See. Im Osten bildeten über weite Strecken der Große und Kleine Landgraben die natürliche Grenze zum Nachbarkreis Anklam. Im Süden gab es dagegen keine natürliche Grenzen. Außerdem gehörte zum Kreis Demmin noch eine in Mecklenburg-Schwerin bei der Stadt Stavenhagen gelegene Exklave mit den Dörfern Duckow, Zettemin, Rottmannshagen und Pinnow.

Zum 1. Juli 1874 wurden die ehemaligen Weichbildsteile der Stadt Demmin nördlich der Peene aus dem Kreis Grimmen in den Kreis Demmin eingegliedert.

Zum 30. September 1929 fand im Kreis Demmin entsprechend der Entwicklung im übrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden.

Am 1. April 1937 wurden die Gemeinden Pinnow, Rottmannshagen und Zettemin aus dem Kreis Demmin in den mecklenburgischen Kreis Malchin eingliedert. Zum 1. Januar 1939 führte der Kreis Demmin entsprechend der jetzt reichseinheitlichen Regelung die Bezeichnung Landkreis.

Der Landkreis Demmin umfasste am 1. Januar 1945:

  • die 3 Städte Demmin, Jarmen und Treptow
  • sowie 90 weitere Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern.

Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee besetzt.

Kommunalverfassung bis 1945

Die Landkreis Demmin gliederte sich in Stadtgemeinden, in Landgemeinden und – bis zu deren Auflösung – in selbstständige Gutsbezirke.

Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 gab es ab 1. Januar 1934 eine einheitliche Kommunalverfassung für alle preußischen Gemeinden. Die bisherigen Stadtgemeinden Demmin, Jarmen und Treptow führten jetzt die Bezeichnung Stadt.

Mit Einführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 trat zum 1. April 1935 im Deutschen Reich eine einheitliche Kommunalverfassung in Kraft, wonach die bisherigen Landgemeinden nun als Gemeinden bezeichnet wurden. Diese waren in Amtsbezirken zusammengefasst.

Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. März 1881.

Sowjetische Besatzungszone/DDR

1950 wurden mehrere Ortschaften am Kummerower See, darunter Kummerow, an den Landkreis Malchin abgegeben. Mit der Verwaltungsneugliederung von 1952 wurde das Kreisgebiet um Orte nördlich der Peene erweitert. Somit gehören nun auch die Stadt Loitz und die Gemeinden Düvier, Sassen, Trantow und Görmin, die vorher im Kreis Grimmen lagen, zum Landkreis Demmin. Gleichzeitig wurde aus dem südöstlichen Teil des Kreisgebietes ein neuer Kreis Altentreptow gebildet. Beide Kreise wurden dem neu geschaffenen Bezirk Neubrandenburg zugeordnet, was vor allem für die nördlichen Kreisteile, die traditionell nach Greifswald und Stralsund orientiert waren, eine Umorientierung nach Süden bedeutete.

Bundesrepublik Deutschland

Der Landkreis Demmin wurde 1994 durch den pommerschen Landkreis Altentreptow (AT) und den mecklenburgischen Landkreis Malchin (MC) vergrößert und dem Planungsverband "Mecklenburgische Seenplatte" zugeordnet, nachdem der Landkreis Demmin allein bis dahin zum Planungsverband "Vorpommern" gehört hatte.

Bei der bevorstehenden Verwaltungsreform und der dabei beabsichtigten Schaffung neuer Großkreise in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Überlegungen der Landesregierung und der Landkreisverwaltung dahin, den Landkreis als Ganzes in einen neuen Großkreis "Mecklenburgische Seenplatte" mit der Kreisstadt Neubrandenburg aufgehen zu lassen. Dazu haben einige Kommunalparlamente bereits Beschlüsse gefasst, wonach sie bei der anstehenden Gebietsreform den Landkreis Demmin verlassen und sich einem Großkreis "Vorpommern" bzw. "Südvorpommern" anschließen werden.

Politik

Kreistag

Der Kreistag des Landkreises Demmin besteht aus 47 Abgeordneten. Seit der Wahl vom 13. Juni 2004 setzt er sich wie folgt zusammen:

Partei Sitze
CDU 23
SPD 6
Linkspartei.PDS 11
FDP 3
Grüne 1
WGLR 3

Der Landkreis (Wahlkreisnummer 52) besteht aus 132 Wahlkbezirken mit 75.896 Wahlberechtigten. Zur Wahl gingen 35.884, die 4.791 ungültige und 99.630 gültige Stimmen abgaben. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von rund 47,3% (alle Daten aus 2004).

Näheres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

Wappen

Blasonierung: „Halbgeteilt und gespalten, von oben in Gold ein hersehender schwarzer Stierkopf mit geschlossenem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und silbernen Hörnern, auf der Stirn eine goldene Fürstenkrone, von der fünf abwechselnd mit Lilien und Perlen besteckte Zinken sichtbar sind, hinten in Blau eine schwebende, gezinnte silberne Burg mit geöffnetem begattertem Tor und einem Zinnenturm, dessen Spitzdach mit einer Lilie bekrönt ist und dessen drei Geschosse mit je drei betagleuchteten Fenstern versehen sind, von unten geteilt: oben in Rot ein wachsender silberner Greif, unten von Gold und Blau geschacht.“

Die einzelnen Wappen der Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Demmin.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 30. Juni 2006)

Amtsfreie Gemeinden

  1. Dargun, Stadt (5.075)
  2. Demmin, Hansestadt * (12.753)

Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden/Städten

Sitz der Amtsverwaltung *

  1. Beggerow (639)
  2. Borrentin (1.038)
  3. Hohenbollentin (136)
  4. Hohenmocker (611)
  5. Kentzlin (251)
  6. Kletzin (873)
  7. Lindenberg (277)
  8. Meesiger (310)
  9. Nossendorf (868)
  10. Sarow (881)
  11. Schönfeld (446)
  12. Siedenbrünzow (630)
  13. Sommersdorf (267)
  14. Utzedel (567)
  15. Verchen (421)
  16. Warrenzin (422)
  1. Alt Tellin (493)
  2. Bentzin (958)
  3. Daberkow (412)
  4. Jarmen, Stadt * (3.427)
  5. Kruckow (693)
  6. Tutow (1.443)
  7. Völschow (540)
  1. Basedow (781)
  2. Duckow (272)
  3. Faulenrost (768)
  4. Gielow (1.440)
  5. Kummerow (688)
  6. Malchin, Stadt * (7.959)
  7. Neukalen, Stadt (2.161)
  8. Remplin (839)
  1. Düvier (574)
  2. Görmin (1.010)
  3. Loitz, Stadt * (4.558)
  4. Sassen-Trantow (1.008)
  1. Bredenfelde (197)
  2. Briggow (365)
  3. Grammentin (252)
  4. Gülzow (492)
  5. Ivenack (939)
  6. Jürgenstorf (1.175)
  7. Kittendorf (355)
  8. Knorrendorf (680)
  9. Mölln (591)
  10. Ritzerow (487)
  11. Rosenow (1.080)
  12. Stavenhagen, Reuterstadt * (6.371)
  13. Zettemin (371)
  1. Altenhagen (371)
  2. Altentreptow, Stadt * (6.231)
  3. Bartow (580)
  4. Breesen (588)
  5. Breest (182)
  6. Burow (1.168)
  7. Gnevkow (401)
  8. Golchen (311)
  9. Grapzow (451)
  10. Grischow (306)
  11. Groß Teetzleben (762)
  12. Gültz (631)
  13. Kriesow (368)
  14. Pripsleben (297)
  15. Röckwitz (332)
  16. Siedenbollentin (672)
  17. Tützpatz (604)
  18. Werder (636)
  19. Wildberg (632)
  20. Wolde (714)

Gebietsänderungen

In den Jahren seit 1994 fanden im Gebiet des Landkreises Demmin wie im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern umfangreiche Gebietsänderungen statt.

Aus den ursprünglich 9 Ämtern wurden nach Abschluss der Gebietsreform am 1. Januar 2005 6 Ämter. Die Städte Neukalen, Jarmen, Altentreptow, Malchin und Stavenhagen verloren ihre Amtsfreiheit, die Stadt Dargun wurde amtsfrei. Die Anzahl der Gemeinden verringerte sich von 92 auf 70.

Ämterauflösungen, Ämterfusionen

Eingemeindungen, Gemeindeneubildungen

  • Auflösung der Gemeinde Reinberg - Eingemeindung nach Wolde (30. September 1998)
  • Auflösung der Gemeinde Pinnow - Eingemeindung nach Breesen (30. September 1998)
  • Auflösung der Gemeinde Kartlow - Eingemeindung nach Kruckow (31. Mai 1999)
  • Auflösung der Gemeinde Grischow (b. Ivenack) - Eingemeindung nach Ivenack (1. Juni 1999)
  • Auflösung der Gemeinde Gorschendorf - Eingemeindung nach Malchin (1. Januar 2003)
  • Auflösung der Gemeinden Borrentin (Altgemeinde), Gnevezow und Metschow - Neubildung der Gemeinde Borrentin (1. Januar 2003)
  • Auflösung der Gemeinden Beestland und Upost - Eingemeindung nach Warrenzin (1. Juli 2003)
  • Auflösung der Gemeinde Wotenick - Eingemeindung nach Demmin (1. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Hohenbrünzow - Eingemeindung nach Hohenmocker (1. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Quitzerow - Eingemeindung nach Kletzin (1. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Sanzkow - Eingemeindung nach Siedenbrünzow (1. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Teusin - Eingemeindung nach Utzedel (1. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Brudersdorf, Stubbendorf, Wagun und Zarnekow - Eingemeindung nach Dargun (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Plötz - Eingemeindung nach Jarmen (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Schmarsow - Eingemeindung nach Kruckow (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Wüstenfelde - Eingemeindung nach Loitz (14. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Sassen und Trantow - Neubildung der Gemeinde Sassen-Trantow (31. Dezember 2004)

Namensänderungen

Weblinks

Wikipedia
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