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Landeck (Tirol)

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Wappen Karte
Bild:Wappen at landeck.png Bild:Map at landeck.png
Basisdaten
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck (LA)
Fläche: 15,9 km²
Geografische Lage: Koordinaten: 47° 8′ N, 10° 34′ O47° 8′ N, 10° 34′ O
Höhe: 816 m ü. A.
Einwohner: 7.633 (31. Dezember 2005)
Postleitzahl: 6500
Vorwahl: 05442
Gemeindekennziffer: 7 06 14
Gemeindeamt: Innstraße 23
6500 Landeck
Offizielle Website: Stadt Landeck
E-Mail-Adresse: gemeinde@landeck.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Engelbert Stenico (SPÖ)
Gemeinderat: 19 Mitglieder:

12 SPÖ, 5 ÖVP, 1 FPÖ
1 ÖVP-AAB

Karte: Lage Landecks innerhalb Tirols
Bild:Map at-7 landeck.png

Landeck ist eine Kleinstadt im Tiroler Oberland. Sie liegt am nördlichen Rand des Naturparks Kaunergrat. Das Inntal bildet hier einen Talkessel, in dem östlich von Landeck auch Zams liegt.

Landeck ist die Bezirkshauptstadt des Bezirks Landeck, der tourismusintensivsten Region Tirols. Es ist die westlichste Kleinstadt Tirols. Die Stadt besitzt verschiedene kulturelle Treffpunkte: Schloss Landeck, altes Kino, Stadtsaal. Landeck hat eine belebte Innenstadt, weil es kein großes Einkaufszentrum im Talkessel gibt.

Inhaltsverzeichnis

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an Landeck:

Fiss, Fließ, Grins, Pians, Stanz bei Landeck, Tobadill, Zams


Verkehrsanbindung

Von Innsbruck erreicht man Landeck mit der Arlbergbahn, die über den Arlberg weiter nach Vorarlberg führt. Die Inntalautobahn verbindet Landeck mit Innsbruck, westlich von Landeck führt sie als Arlbergschnellstraße weiter. In Richtung Süden führt die Verbindung über den Reschenpass nach Südtirol/Italien und ins Engadin/Schweiz. Landeck war Ausgangspunkt der nach Mals im Vinschgau und ins Engadin geplanten Reschenscheideckbahn. Deren nicht mehr fertiggestellte Trasse ist im Stadtgebiet entlang des Innufers noch gut erkennbar.

Geschichte

Schon in der Römerzeit war der Landecker Talkessel an der Via Claudia Augusta und dem Pfad über den Arlberg ein Verkehrsknoten. Im Mittelalter wurde der Verkehr und Handel von den drei Burgen des Talkessels kontrolliert (Burg Landeck, Schrofenstein, Kronburg). Schloss Landeck diente als Gerichtssitz der Grafen von Tirol, die um 1250 das "landesfürstliche Gericht Landeck" schufen. 1296 erscheint die Burg erstmals in schriftlichen Quellen.

Die Gemeinde Landeck ist erst um die Wende zum 20. Jahrhundert durch die Zusammenlegung der vier Orte Bruggen, Perfuchs, Angedair und Perjen entstanden. Die Stadt erhielt 1923 das Stadtrecht.

Politik

Landeck wurde 1904 zum Markt und erst 1923 zur Stadt erhoben. Die zwei Gemeinden Angedair und Perfuchs wurden zur neuen Stadtgemeinde Landeck zusammengeschlossen. Die Fraktionen Bruggen und Perjen waren ursprünglich Perfuchs zugeordnet. Heute besteht die Stadtgemeinde Landeck aus fünf Stadtteilen: Angedair, Perfuchs, Perfuchsberg, Perjen und Bruggen.

Bevölkerungsentwicklung

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 pos:(03,03) fontsize:M text:"Bevölkerungsentwicklung der Stadt Landeck in Tirol von 1869 bis 2001; Quelle: Tirol Atlas"

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Kultur

In Landeck finden sehr viele kulturelle Ereignisse statt. Ein wichtiger Veranstaltungsort ist hierfür das alte Kino in der Landecker Innenstadt. Dort werden neben Filmen auch viele Konzerte aufgeführt, die fast alle Genres abdecken und im kulturellen Leben einen großen Beitrag leisten. Um nur einige Bands zu nennen, die des öfteren im alten Kino aufgetreten sind und damit die jugendliche Subkultur der Stadt unterstützen: Lost At Four, Viva la Muerte, Bong Baby Go Sub, The Vox Populi, BSBW und viele mehr.

Ein weiteren wichtigen Beitrag zum Kulturleben leisten die beiden Landecker Blasmusikkapellen: Die Stadtmusikkapelle Landeck spielt in der sinfonischen Blasmusik in Tirol. Die Stadtmusikkapelle Landeck/Perjen setzt mit ihren unvergleichlichen Showkonzerten Akzente.

Das Landecker Stadtfest Ende Juli besuchen etwa 9000 Personen.

Im 2005 komplett renovierten Schloss Landeck finden ebenfalls Konzert und Ausstellungen statt. Dort befindet sich auch das Landecker Heimatmuseum.

Wappen

Das Stadtwappen zeigt einen grünen Dreiberg. Dieser steht für die drei Einzelgemeinden. Darüber ist die dreiteilige Burg, welche Landeck den Namen gab, sowie der Tiroler Adler zu sehen. Entworfen wurde das Wappen vom Innsbrucker Maler Ludwig Sturm.

Söhne und Töchter Landecks

Wirtschaft

Landeck war früher ein bedeutendes Zentrum der Textilindistrie. Die wichtigsten Unternehmen waren die Tiroler Loden und die Landecker Textil. Die Tiroler Loden sind anfang der 90er-Jahre endgültig nach Innsbruck übersiedelt und die Landecker Textil ging mitte der 90er-Jahre in den Konkurs. Heute arbeiten nur mehr wenige Menschen in der Textilbranche. Weiters verfügt Landeck über ein Karbidwerk der Donauchemie, das nach dem Sommerhochwasser 2005 vor der Schließung stand. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber ist heute noch die ÖBB. Man versucht heute im Rahmen der LanTech die Forschung und Entwicklung wie auch die Industrie zu fördern.

Die ehemals beliebte Einkaufsstadt Landeck hat in den letzten Jahren wie viele andere Städte einen starken Abschwung erlebt. Wenn es irgendwelche Neuansiedlungen gibt, dann am Stadtrand.

Aufgrund der beschriebenen Umstände ist Landeck mehr denn je eine Stadt der Pendler.

Einen positiven Lichtblick gibt es trotzdem: Die Bauindustrie und der Großhandel, der vom Tourismus profitiert.

Bilder


Weblinks



Wikipedia
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