Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Lambada
Aus Kefk.
Lambada ist ein Paartanz, der aus Brasilien stammt. Es handelt sich um eine Kombination der Tänze Merengue und Carimbo.
Geschichte
Bekannt wurde der Tanz gegen Ende der 80er Jahre vor allem durch den gleichnamigen Hit der Band Kaoma von 1986. Der Song war eine portugiesischsprachige Coverversion eines Liedes der bolivianischen Gruppe Los Kjarkas mit dem Titel Llorando se fue aus dem Jahr 1982, dennoch erlebte der neue Tanz nach dem Hit von Kaoma ein Eigenleben.
Das Video wurde in Porto Seguro/Bahia gedreht, dort wo der Tanz als erstes populär wurde. Dies löste einen kurz andauernden Boom in den Tanzschulen aus, der aber ebenso schnell wieder abflachte, wie er gekommen war.
Darauf folgte der Film "Lambada - der verbotene Tanz", der im Jahr 1990 gedreht wurde. Die weibliche Hauptrolle spielte Laura Harring.
Zu erwähnen ist noch, dass der Tanz bzw. die Auftritte Kaomas den Stringtanga in Europa gesellschaftsfähig machten.
Kaoma wurde in Brasilien abgelöst vom "Rei da Lambada" Beto Barbosa, welcher in den 80er Jahren durch Hits wie "Adocinha", "Preta", "Paramaribo², "Diz prá mim" populär wurde. Nach 1994, als der Lambada-Boom bereits wieder abgeflacht war, tanzten die Brasilianer nun mehrheitlich zu Zouk. Der Tanzstil veränderte sich, sodass die Tänzer ihren Tanzstil nicht mehr nur Lambada nannten, sondern auch Lambada/Zouk, Lambazouk oder Zouk Brazilian Style. Dieser Tanz besteht aus weichen, fließenden Bewegungen mit vielen Körperrollen (auch Barrels, Waves etc.), Kopfrollen und Cambrés für die Frau. Die Tanzschritte basieren auf dem slow quick quick der Musik.
Heute wird Lambada/Zouk getanzt in: Brasilien, Argentinien, USA, England, Holland, Spanien, Japan und Australien.
Mittlerweile wird die gängige Melodie wie viele andere auch oft bei Gesängen in Fußballstadien genutzt. Heute wird im brasilianischen Bundesstaat Bahia oft der lambadaähnliche Rhythmus Arrocha gespielt.
Technik
Die Technik und der Taktbezug des Tanzes zur Musik sind einfach in der Beschreibung, jedoch zumindest für den Europäer, der sich nicht schon mit der Technik anderer lateinamerikanischer Tänze auseinandergesetzt hat (Körperisolation in drei "Blöcke"; verschiedene Typen Hüftbewegungen) schwierig auszuführen: Ein seitlicher Hüftschwung ohne Rotationsanteil (in der Tanzflächen-Ebene), aber mit Körperheben und -senken auf jeden Taktschlag mit zusätzlichem Fußheben auf jede dritte Gewichtsverlagerung auf den Rhythmus Quick-Quick-Slow; auf den Slow erfolgt eine reaktive Außenrotation (mit Streckung) des Spielbeins. Es handelt sich also um eine Steigerung (das zusätliche Fußheben) der Merengue-Grundtechnik: Die Hüftbewegung geht dem Schritt voraus, folgt ihm nicht (wie in anderen lateinamerikanischen Tänzen). Takt ist der übliche 4/4 Takt, schnell, bis zu 50 bpm.
Die Bewegungen der Hüfte müssen vollständig isoliert erfolgen und dürfen sich in der Schulter (oberer Block) nicht zeigen. Im Gegensatz jedoch zu Merengue liegt der Punkt, um den die Hüfte geschwungen wird, höher, im Bereich des mittleren Blocks. Die Hüftbewegung wird also abgeschwächt auch noch im mittleren Block (durch die Verzögerung etwa im Form eines S) sichtbar. Es gibt keine Unterscheidung zwischen Schrittvorbereitung und Gewichtstransfer; die Schritte werden unter das sich durch die Hüftbewegung nur leicht bewegende Schwerpunktzentrum gewissermaßen fallen gelassen.
Der Tanz ist daher sehr stationär, mit leichter gemeinsamer Rotation des Paares; die Tanzhaltung ist sehr eng, Kontakt soll über den ganzen Oberkörper gehalten werden, die Beine sind ineinander versetzt und verschränkt. Durch diese enge Haltung fasst der Herr die Dame sehr tief (Hüfte). Figuren sind häufig beidhändig über dem Kopf geführte Drehungen der Dame. Eine typische Figur in der Tanzhaltung ist eine halbkreisförmige Rotation des Oberkörpers der Dame ab der Hüfte vom Herrn weg und von diesem in tiefer Kniestellung und zurückgeneigtem Oberkörper gegenbalanciert; möglichst so tief ausgeführt, dass der Oberkörper der Dame in der Mitte der Bewegung in die Waagrechte gelangt. Für wenig geübte Tänzer besteht bei dieser Figur die Gefahr von Schädigungen der Wirbelsäule.(Nach Bericht einer Tänzerin, die mit Kaoma Auftritte bestritten hat).
Weblinks
- SOULZOUK - videos e clips
- Video-Clips und Links zu Lambada-Zouk Shows
- Verschiedene Videoausschnitte von Lambada/Zouk-Tänzern aus aller Welt
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Lambada, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
