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Lajtabánság

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Lajtabánság (auf Deutsch: Leitha-Banat) war ein für kurze Zeit existierender ungarischer Staat im heutigen Gebiet des Burgenlandes. Jenes Gebiet gehörte bis zum Vertrag von Trianon zum Königreich Ungarn. Der Staat existierte zwischen dem Verlassen des Ungarischen Heeres am 4. Oktober 1921 und endete mit der Annexion durch Österreich am 5. November 1921.

Als Ende August 1921 das Burgenland entsprechend den Friedensverträgen von Trianon und Saint Germain an Österreich übergeben werden sollte, wurde dies durch militärischen Widerstand ungarischer Freischärler verhindert, welche die österreichische Gendarmerie zurückschlugen. Zwar mussten die regulären Truppen Ungarns auf Anordnung der Botschafterkonferenz der Siegermächte des Ersten Weltkriegs das Burgenland räumen, doch hatte die Regierung keinen Einfluss auf die Freischärler, deren Befehlshaber Paul von Prónay am 4. Oktober 1921 in Oberwart die Republik Lajtabánság ausrief. Ziel des jungen Staates, der auch eigene Briefmarken herausgab, war der erneute Anschluss an Ungarn nach Durchführung einer Volksabstimmung.

Die Republik war jedoch nicht von Dauer. Einerseits nahm der Zwist zwischen den „freien Königswählern“, denen auch Prónay angehörte, und den „Karlisten“, die die Restaurationsvesuche des ehemaligen österreichischen Kaisers und ungarischen Königs Karl I. unterstützten, zu, und andererseits übte die ungarischen Regierung Druck aus das Burgenland zu räumen, um selbst außenpolitische Sanktionen der Siegermächte zu vermeiden. Der Staat endete mit dem Abzug der Freischärler und dem endgültigen Einrücken der österreichischen Gendarmerie.

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