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Laichinger Tiefenhöhle

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Bild:D008-078.jpg
Kleine Halle, tiefster Punkt des Führungsweg in 55 m Tiefe

Die Laichinger Tiefenhöhle ist die einzige zur Schauhöhle ausgebaute Schachthöhle Deutschlands. Damit ist sie auch die tiefste Schauhöhle Deutschlands, man steigt bis 55 Meter unter die Erdoberfläche hinab.

Die Laichinger Tiefenhöhle liegt im Dolomit, der an der Oberfläche als Sand abgebaut wurde. Dabei wurde die Höhle auch vom Laichinger Sandgräber Johann Georg Mack im Jahr 1892 entdeckt. Die Höhle wurde kurz darauf erforscht und vermessen. Bereits 1906 entdeckte man den tiefsten Punkt von 80 Meter. In den 1930er Jahren wurde sie zur Schauhöhle ausgebaut und elektrisch beleuchtet. Seit 1975 gibt es einen künstlichen Ausgangsschacht. Der Hauptteil der Höhle befindet sich im Massenkalk, einem massiven und ungeschichteten Kalkstein, der als Riff entstanden ist. An vielen Stellen kann man die Schwämme erkennen, die das Riff aufbauten. Die Höhle besitzt kaum Tropfsteine, ist aber geologisch sehr interessant, z. B. durch Wasserstandsmarken, Lösungskolke und Karren.

Das Begehen verlangt zweckmäßige Kleidung, es erfolgt zum Teil über steile Eisentreppen.

Höhlenkundliches Museum

Seit 2002 gibt es im Eingangsgebäude ein Speläologisches Museum. Hier werden verschiedene Aspekte der Höhlenforschung vorgestellt. Von der Höhlenentstehung über Höhleninhalte wie Tropfsteine, Tierknochen und archäologische Artefakte bis hin zur Befahrungstechnik und Höhlenvermessung. Große Modelle veranschaulichen die auf der Schwäbischen Alb typischen Höhlentypen, die Sedimentation und das Skelett eines Höhlenbären (Ursus spelaeus) in aufgerichteter Körperhaltung.

Siehe auch

Weblinks

Koordinaten: 48° 28' N, 9° 41' O

Wikipedia
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