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LTU

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt die deutsche Fluggesellschaft LTU. Für andere Bedeutungen siehe LTU (Begriffsklärung)
Lufttransport-Unternehmen
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Gründung: 1955
IATA-Code: LT
ICAO-Code: LTU
Rufzeichen: LTU
Sitz: Düsseldorf
Heimatflughafen: Flughafen Düsseldorf
Firmenstruktur: GmbH
Allianz:
Flottenstärke: 27
Ziele: international
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LTU International Airways ist eine deutsche Fluggesellschaft aus Düsseldorf.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die LTU wurde am 20. Oktober 1955 unter dem Namen „Lufttransport Union (LTU)“ in Frankfurt am Main gegründet. Firmengründer war der Duisburger Bauunternehmer Kurt Conle. 1956 nannte sich Lufttransport Union dann LTU, um eine Namensverwechselung mit einem gleichnamigen Unternehmen zu verhindern. Seit 1961 ist Düsseldorf Unternehmenssitz, Geschäftsführer sind Ahrens und Wolfgang Krauss, der später die Pleite der Spantax nicht verhindern konnte. LTU betreibt seit 1956 Charterflüge mit einer Vickers Viking und 3 Fokker Friendship D-BAKE, D-BAKI und D-BAKU (Prototyp). Das erste Düsenflugzeug der Linie war die von Finnair stammende Sud Aviation Caravelle III, die bald von der Lockheed L-1011 TriStar ersetzt wurde. Das erste Großraum-Flugzeug dieses Typs wurde am 29. Mai 1973 an LTU geliefert. Es folgten Boeing 757, Boeing 767 und McDonnell Douglas MD-11 TriJet. 1995 begann die Umstellung der gesamten Flotte auf Airbus.

Bereits 1964 wird mit Transair LTU auch Reiseveranstalter, es folgen die Eigengründung Meiers Weltreisen (1980) sowie die Übernahmen Tjaereborg (1981) und Jahn Reisen (1986), sowie Marlboro Reisen, THR Tours. Diese gehen 1996 unter dem Dach der neu gegründeten LTU Touristik GmbH zusammen, werden jedoch als Marken weitergeführt.

Im Jahre 1984 wird die Lufttransport Süd (LTS) gegründet, später umbenannt in LTU Süd. Zur LTU Süd in München gehören 3 Boeing 757 mit 597 Plätzen. Im Jahre 1987 wird auf Mallorca die spanische Tochtergesellschaft LTE – LuftTransport Espana gegründet. LTC – LuftTransport Catering nimmt ab 1988 seinen Betrieb am Flughafen Düsseldorf auf.

1998 gehörten 61 % der Gründerfamilie Conle, 32 % der West LB und 5 % der Familie Graeber. Die LTU wird 2000 von der Rewe-Tochter Rewe Touristik zu 100 % übernommen.

Im Jahr 2001 rutschte das Unternehmen, u.a. bedingt durch die Insolvenz der Muttergesellschaft SAirGroup und dem Rückgang der Passagierzahlen nach den Terroranschlägen am 11. September 2001, in die Verlustzone und konnte nur durch eine Landesbürgschaft, die von der WestLB übernommen wurde, gerettet werden. Anfang 2006 stieg Hans Rudolf Wöhrl mit seiner Nürnberger Intro Verwaltungs GmbH in das Unternehmen ein, LTU-Geschäftsführer Jürgen Marbach übernahm noch im selben Jahr die übrigen Anteile am Unternehmen.

Auf ihrem Weg weg vom Charterflieger hin zum Liniencarrier verändert die LTU ab April 2007 ihr Äußeres. Der alte Look soll einem neuen weichen. Das in die Jahre gekommene Rot wird zwar beibehalten, jedoch dominiert die Farbe Weiß die neue LTU-Lackierung.

Am 27. März 2007 wurde bekannt, dass Air Berlin die Fluggesellschaft aufkaufen wird. Außerdem wurden die Schulden von 200 Millionen Euro übernommen. Der Gesamtkaufpreis belief sich somit auf 340 Millionen Euro. Die Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge werden nach und nach in Air Berlin Farben fliegen, die Langstreckenflugzeuge werden weiterhin unter dem Namen LTU fliegen, bis die Streckenrechte von der LTU auf die Air Berlin überschrieben sind.

Basisdaten
Fluggastaufkommen 5,75 Mio. (Stand: Dez. 2006)
Transportaufkommen 25.302 Tonnen (Stand: Dez. 2005)
Mitarbeiter 2.892 (Stand: Dez. 2006)
Konzernumsatz 1,06 Mrd. Euro (2006)

Eigentumsverhältnisse

Bis Ende der 80er Jahre war die Familie Conle Alleinunternehmer der Fluggesellschaft. 1989 wird der WestLB ein Anteil von 34 Prozent der Airline verkauft. Die Conle-Töchter verkauften in den 90er Jahren nach und nach Anteile aus Übertragungen ihrer Mutter. Im Jahr 2000 zog sich die Familie Conle endgültig aus dem Geschäft zurück. Eigentümerin war die LoMa Beteiligungsgesellschaft mbH aus Köln, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Rewe-Zentralfinanz e.G.

Swissair übernahm danach 49,9 Prozent der LTU-Anteile. Nach der Insolvenz der Swissair im Oktober 2001 erwarb die Rewe-Gruppe die Anteile, zusätzlich zu den schon eigenen 40 %. Wegen finanzieller Schwierigkeiten der LTU verwaltete die Düsseldorfer Kanzlei Metzeler-van Betteray seither treuhänderisch den 49,9 %-Anteil. Rewe suchte zunächst erfolglos nach einem neuen Investor für die Fluggesellschaft.

Am 17. Februar 2006 gab die Intro Verwaltungs GmbH (damals Haupteigentümer der dba) ihren Einstieg bei LTU bekannt: Der Haupteigentümer der Intro Hans Rudolf Wöhrl hatte die treuhänderisch verwalteten 49,9 Prozent sowie weitere 10,1 Prozent von der Kölner Kapitalgesellschaft CKA erworben. Im März 2006 gab Wöhrl seine Mehrheitsbeteiligung wieder ab, indem er Teile an die LTU-Geschäftsführung verkauft. Danach waren 24 Prozent bei LTU Geschäftsführer Jürgen Marbach, 36 Prozent bei Hans Rudolf Wöhrl und 40 Prozent bei Rewe. [1]

Am 1. Juni 2006 gab Rewe ihren 40 %-Anteil am Unternehmen ab. Wöhrl stockte seine Beteiligung vorübergehend auf 76 Prozent auf, gab sie aber teilweise an Jürgen Marbach, Geschäftsführer der LTU, ab.

Die LTU-Muttergesellschaft LoMa-Beteiligungsgesellschaft mbH aus Köln hat folgende Eigentumsverhältnisse:

Seit März 2007 gehört die LTU zu 100% der Air Berlin plc.

Zwischenfälle

Bis heute gab es bei der LTU keine größeren Zwischenfälle auf Flügen, weshalb die LTU statistisch betrachtet die fünftsicherste Airline weltweit ist (relativ zum Gründungsjahr und der Anzahl ihrer Einsätze).

Flotte

(Stand 20. April 2007)[1]

Das Durchschnittsalter der LTU-Flotte lag im April 2007 bei sechs Jahren.

Quellen


Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: LTU – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
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