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Levodopa

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Strukturformel
Bild:L-DOPA.svg
Allgemeines
Name L-DOPA
Andere Namen 3,4-Dihydroxyphenylalanin
2-amino-3-(3,4-dihydroxyphenyl)-propansäure
Levodopa, 3-Hydroxy-L-tyrosin
Summenformel C9H11NO4
CAS-Nummer 59-92-7
Kurzbeschreibung weißer Feststoff
Eigenschaften
Molmasse 197,2 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte ? kg·m-3
Schmelzpunkt Zersetzung bei ? °C
Löslichkeit ca.10 g/l (in Cacodylat-puffer konz. 170 g C2H6AsNaO2/l H2O);
3,3 g/l(in Wasser bei 25 °C);
schlecht löslich in Alkohol
unlöslich in Diethylether
Seitenkette ?
isoelektrischer Punkt ? (siehe Aminosäure)
pK-Werte
bei 25 °C
pKCOOH: 2,81?
pKNH2: 8,71?
pKSeitenkette: ?
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
Bild:Hazard X.svg
Xn
Gesundheits-
schädlich
R- und S-Sätze

R: 22
S: ?

Handhabung keine besonderen Anforderungen
MAK ?
Lagerung dicht verschlossen, trocken, +15 °C bis +25 °C
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen.

Levodopa, auch L-Dopa, ist die Abkürzung und der gebräuchliche Name für L-3,4-Dihydroxyphenylalanin. Dabei handelt es sich bei L-Dopa um eine nicht-proteinogene α-Aminosäure, die im Körper aus Tyrosin mit Hilfe des Enzyms Tyrosinhydroxylase gebildet wird. Als Medikament wurde Levodopa unter dem Namen Madopar 1973 von Hoffmann-La Roche auf den Markt gebracht.

Levodopa wird zur Herstellung von Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Melanin verwendet. Da es in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren, findet es verschiedene Anwendungsgebiete. So wird es etwa bei der Therapie der Parkinson-Krankheit gemeinsam mit einem der beiden Decarboxylase-Hemmer Carbidopa oder Benserazid verabreicht. Dies soll einen vorzeitigen Abbau in der Körperperipherie (außerhalb des Liquorraumes) zu Dopamin verhindern. Nach Passieren der Blut-Hirn-Schranke wird Levodopa zu Dopamin verstoffwechselt, welches die eigentliche gewünschte pharmakologische Wirksamkeit entfaltet. Somit handelt es sich bei Levodopa um ein Prodrug. Aufgrund von Nebenwirkungen in der Langzeitanwendung bei Parkinson-Patienten versucht man heute insbesondere bei jüngeren Parkinson-Patienten, die Gabe von Levodopa hinauszuzögern und primär mit Dopamin-Agonisten zu therapieren.

Auch das Restless-Legs-Syndrom (RLS) wird häufig mit L-Dopa behandelt.

Der Film Awakenings (Dt. Zeit des Erwachens, mit Robert de Niro und Robin Williams, R: Penny Marshall, 1990) auf der Grundlage eines Buches von Oliver Sacks thematisiert die kurzzeitigen Therapieerfolge von Patienten der Enzephalitis Lethargica mit L-Dopa.

Von Miesmuscheln wird diese Substanz in völlig anderer Weise verwendet. Es ist eine Hauptkomponente des Klebstoffes, mit dem sich Miesmuscheln auf festen Oberflächen festkleben. Die Funktion von Dopa ist hierbei, dass es, eingebaut in die Proteinkette des Klebstoffes durch seine OH-Gruppen die Hydrophilie steigert. Dies ist wichtig, damit der in das umgebende Meerwasser abgegebene Klebstoff eine bessere Adhäsionswirkung mit der Oberfläche des Untergrundes erzielt.


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