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Lübbenau/Spreewald
Aus Kefk.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Bild:Wappen Lübbenau.png |
| |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Oberspreewald-Lausitz | |
| Koordinaten: | Koordinaten: 51° 52′ N, 13° 58′ O51° 52′ N, 13° 58′ O | |
| Höhe: | 52 m ü. NN | |
| Fläche: | 138,78 km² | |
| Einwohner: | 17.619 (29. Sep. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 127 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 03222 | |
| Vorwahl: | 03542 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OSL | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 66 196 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kirchplatz 1 03222 Lübbenau | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Helmut Wenzel (inzwischen CDU, gewählt in Stichwahl noch als parteiloser CDU-Kandidat) | |
Lübbenau (niedersorbisch: Lubnjow) ist eine Stadt in der Niederlausitz, etwa 82 km südöstlich von Berlin.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Lübbenau wird als Tor zum Spreewaldes bezeichnet. Es liegt an der Grenze zwischen Unter- und Oberspreewald.
Stadtgliederung
- Lübbenau (Stadt)
- Bischdorf Wótšowc
- Boblitz Bobolce
- Groß und Klein Beuchow Buchow
- Groß Klessow und Klein Klessow Klěšow & Klěšojc
- Groß Lübbenau Lubń
- Hindenberg
- Klein Radden mit GT Groß Radden Radyńc
- Kittlitz mit den GT Eisdorf, Lichtenau, Schönfeld
- Eisdorf ist ein Straßendorf mit etwa 160 Einwohnern (2006), 1997 waren es 87 Einwohner. Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte 1380. Der Name des Ortes Eisdorf leitet sich von einem Männernamen ab, welcher aber nicht weiter erforscht ist.[1]
- Krimnitz Kśimnice
- Lehde Lědy
- Leipe Lipje
- Ragow Rogow
- Zerkwitz Cerkwica
Geschichte
Ursprung
Lübbenau wurde erstmals im Jahre 1315 in einer Verkaufsurkunde erwähnt, ist jedoch viel älter, was Funde aus dem 8./9. Jahrhundert unterhalb des Schlosses zeigen.
Der Legende nach wurde Lübbenau von Soldaten des Markgrafen Gero von der Lausitz, der von 940 bis 965 einen Krieg gegen die Wenden führte, entdeckt, die vom Lager Kleeden aus einen Bären jagten. Dabei entdeckten diese dann eine Lichtung mit Hütten.[2]
Weiterhin wird berichtet, Lübbenau und Lübben seien früher ein Ort gewesen, verbunden durch Hütten entlang der Spree.[3]
Lübbenau gehörte von 1364 bis 1635 zum Königreich Böhmen, dann bis 1815 zum Kurfürstentum Sachsen und ab 1815 zu Preußen.
Politik
Stadtrat
Der Rat der Stadt Lübbenau besteht aus 28 Ratsfrauen und Ratsherren, und dem hauptamtlichen Bürgermeister.
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)
Wappen
Das Lübbenauer Stadtwappen zeigt auf blauem Hintergrund einen Wildkarpfen (ein bronzefarbener, im Spreewald heimischer Fisch) und drei sechstrahlige Sterne. Der blaue Hintergrund symbolisiert den Wasserreichtum der Stadt. Der Fisch steht für Fischreichtum und den im Ober- und Unterspreewald betriebenen Fischfang. Die Sterne haben ihren Ursprung im 14 Jahrhundert.
Städtepartnerschaften
Lübbenau unterhält Städtepartnerschaften zu folgenden Orten :
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
- Torhaus von 1850 mit Kieferknochen eines Grönlandwals und dem Spreewaldmuseum.
Kulinarisches
Kleinste Brauerei Brandenburgs Brauhaus Babben
Bauwerke
- Schloss Lübbenau (beherbergt ein Hotel) mit Orangerie und Schlosspark (der Park wurde im Zuge des Schlossneubaus zwischen 1817 und 1820 angelegt). Wilhelm Graf zu Lynar stellte sein Schloss für die Treffen der Verschwörer um Claus Schenk Graf von Stauffenberg zur Verfügung.
- Evangelische St. Nikolaikirche (barocke Kirche von 1738 bis 1741 erbaut).
- Kirche Lübbenau-Neustadt, kleine Kapelle in der Neustadt
- katholische Sankt-Maria-Verkündigungs-Kirche
- Klassizistische Bürgerhäuser
- Dorfkirche Hindenberg im Ortsteil Hindenberg
- Gaststätte Wotschofska
- Dorfkirche Zerkwitz im Ortsteil Zerkwitz
- Kursächsische Postmeilensäule (2003 saniert und an den historischen Standort zurückgestellt)
Naturdenkmäler
Von zahlreichen Kahnabfahrtsstellen, Boots- und Fahrradverleihen aus kann der Besucher den Spreewald mit dem Kahn, Paddelboot, Kanu, per Rad oder zu Fuß entdecken.
Im Spreewald nördlich der Stadt befindet sich auch das Naturschutzgebiet Barzlin als Teil des Biosphärenreservat Spreewald
Sport
Lübbenauer Kanuten 1960 e.V. - ein kleiner Kanusportverein, der seit 1960 in der Nähe des Lübbenauer Schlosses ansässig ist und Veranstalter der jährlichen Lübbenauer Spreewaldrundfahrt (immer am Pfingstwochenende) ist.
Die TSG (Turn-Sport-Gemeinschaft) Lübbenau 1967 e.V. ist wichtiger Jugendförderer und überregional bekannt. Der Verein beinhaltet verschiedene Abteilungen (Fußball, Handball, Volleyball usw.). SSG (Spreewald-Schach-Gemeinschaft) Lübbenau e.V. löste sich Anfang 2006 aus der TSG Lübbenau heraus und ist seitdem eigenständig. Er hat drei Mannschaften in unterschiedlichen Ligen des Landes Brandenburg. Zurzeit sind rund 35 Mitglieder aktiv.
Im Ortsteil Hindenberg gab es eine Speedway-Rennstrecke auf der auch überregionale Meisterschaften ausgetragen wurden.
Regelmäßige Veranstaltungen
Am ersten Juliwochenende findet das alljährliche Spreewald- und Schützenfest statt.
Anfang August jeden Jahres ist die Hansewoche ein beliebter Veranstaltungshöhepunkt. Diese zieht mit dem Hafenfest, den Spreewälder Filmnächten und den Spreewälder Lichtnächten zahlreiche Besucher an.
Kulinarisches rund um den Fisch sind Thema der Spreewälder Fischwochen im November.
Kristall Kur- und Freizeitbad
- Freizeitbad mit großer Sauna
Bildungseinrichtungen
Nach einer umfangreichen Neustrukturierung der Bildungseinrichtungen im Landkreis Oberspreewald Lausitz wurde und wird der Standort Lübbenau zu einem zentralem Punkt schulischer und berufschulischer Bildung ausgebaut. Dabei ist das Lübbenauer Gymnasium als einziges im nördlichen Kreisgebiet erhalten geblieben und übernimmt nun die gymnasiale Ausbildung der Schüler aus Calau und Vetschau mit.
Schulen und Ausbildungsstätten in Lübbenau
- Paul-Fahlisch-Gymnasium
- Oberstufenzentrum "Lausitz"
- Jena-Plan-Schule
- Vattenfall Qualifizierungszentrum
Wirtschaft und Infrastruktur
Lübbenau ist staatlich anerkannter Erholungsort. Größter Arbeitgeber ist die Kaufland Logistik GmbH. Sie betreibt im Ortsteil Groß Klessow ein Zentrallager, von woaus die Kaufland-Warenhäuser im Osten Deutschlands versorgt werden. Vor der Wiedervereinigung war die wirtschaftliche Struktur fast ausschließlich durch das inzwischen abgerissene Braunkohlekraftwerk und das Braunkohlekombinat geprägt.
Verkehr
- Bahn: Nahverkehrsverbindungen nach Berlin, Cottbus, Görlitz, Senftenberg, Hoyerswerda, Rathenow - Linien RE2, RB14
- Bundesautobahn: nahe A 13, A 15, Spreewalddreieck
- Landesstraßen L 115 (ehemals Bundesstraße B 115), L 526
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Max Carl Krüger (1834-1880), Maler
- Paul Fahlisch (1844-1930), Chronist und Lehrer
Quellenangaben
- ↑ Märkische Oderzeitung. Frankfurt O. 21. August 2006, S.10.
- ↑ Fahlisch, Paul,Geschichte der Spreewaldstadt Lübbenau, Lübbenau 1928, S.4.
- ↑ dgl., S.3.
Siehe auch
Tourismus in Brandenburg, Radrouten in Brandenburg
Weblinks
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