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Länggasse (Bern)

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Bild:Laenggasse.jpg
Die Länggassstrasse

Die Länggasse ist ein Quartier von Bern im Norden der Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Bezeichnung "Länggasse" ist allerdings nicht einheitlich. Erstens wird sie gebraucht, um das ganze Gebiet zwischen Bahnhof (im Süden), Güterbahnhof (im Westen), Aare (im Norden) und Neubrückstrasse (im Osten) zu bezeichnen. Dies hat jedoch zur Folge, dass die Quartiere Stadtbach, Muesmatt und Neufeld Teil des Quartiers Länggasse sind. Zweitens wird sie gebraucht, um das Gebiet beidseits der Länggassstrasse vom Bahnhof bis zur Mittelstrasse zu bezeichnen, ein Gebiet, das auch als "Vordere Länggasse" bekannt ist; die "Hintere Länggasse" erstreckt sich von der Mittelstrasse bis zum Bremgartenwald. Aufgrund der historischen Entwicklung des Quartiers (siehe Geschichte) und dem üblichen Gebrauch des Namens wird "Länggasse" hier im ersten Sinn verwendet.

Geschichte

Das heutige Länggassquartier war ursprünglich, wie die meisten Stadtquartiere ein landwirtschaftlich genutztes Areal. An der nordöstlichen Peripherie des heutigen Quartierareals wurde mit dem Bau der Neubrücke 1535 die nach Aarberg führende Landstrasse angelegt. Ebenfalls noch im 16. Jahrhundert bildete sich die als Sackgasse zum Bremgartenwald und dann als Fussweg bis zum Glasbrunnen führende Länggasse, nach der das später entstehenden Quartier benannt werden sollte. Entlang der Länggasse bildeten sich vom Ende des 17. Jahrhunderts an erste Ansätze zu einer Quartierentwicklung. Bereits 1721 ist die Länggasse bis auf die Höhe der heutigen Bus-Endstation beidseits von Kleinparzellen eingefasst.

Im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert änderte sich an der Bebauung wenig. Einzige Entwicklung war eine gewisse Verdichtung der bestehenden Bebauung entlang der immer noch Sackgasse gebliebenen Länggasse. Dies veränderte sich erst als eine Verbindungsstrasse angelegt wurde, die als Promenade am Bremgartenwald entlang geschaffen wurde. Diese Allee verband alle Landstrassen auf der Nordwestseite der Altstadt tangential miteinander, von der Tiefenaustrasse über die Engepromenade und Neubrückstrasse bis zur Murtenstrasse und somit auch die Länggasse.

Der Zusammenbruch des Ancien Régime und die Wirren der politischen und sozialen Neuordnung Anfang des 19. Jahrhunderts verlangsamte vorerst alle städtebaulichen Unternehmen. Zudem war aufgrund der Bauwelle des 18. Jahrhundert die Bedürfnisse nach Wohnraum weitgehend befriedigt. Erste städtebauliche Impulse brachte dann der Abbruch der vierten Westbefestigung und der Schanzen. Mit der Schleifung der Schanzen beginnt auch die Geschichte des modernen Länggassquartiers. Bis 1831 fiel praktisch der gesamte Nordabschnitt der vierten Westbefestigung.

Vom freigewordenen Gelände wurde vorerst nur der Ostrand überbaut. Von der Heiliggeistkirche bis zur Schützenmatte wird am Fuss der Grossen Schanze eine breite Strasse, das Bollwerk angelegt. Die Centralbahn wurde vom Wylerfeld durchs Bollwerk ins Stadtzentrum eingeführt, die dadurch entstandene Abtrennung des Länggassplateaus von der Altstadt wird durch die Weiterführung der Eisenbahn nach Westen und den Umbau des Kopfbahnhofs zum Durchgangsbahnhof vervollständigt.

Universitätsquartier

Die Länggasse ist ein Universitätsquartier. Es befinden sich hier das Hauptgebäude der Universität Bern (Hochschulstrasse) und fast alle wichtigen Institute der Universität Bern. Ebenfalls in der Länggasse befindet sich die Pädagogische Hochschule Bern (Muesmattstrasse und Von Roll Areal).

Wohnquartier

Die Länggasse ist ein Wohnquartier. Zu früheren Zeiten war die hintere Länggasse von Industriebauten geprägt (Tobler und Von Roll), heute ist das ganze Quartier hauptsächlich ein Wohnquartier. Entlang der Hauptachse Länggassstrasse haben sich viele Restaurants und Geschäfte angesiedelt.

Weitere Einrichtungen

Schulen

  • Gymnasium Neufeld
  • Schulkreis Länggasse (Grosses Schulhaus, Hochfeldschulhaus 1, Hochfeldschulhaus 2, Muesmattschulhaus und Türmlischulhaus)

Bibliotheken

  • StUB Basisbliothek Unitobler
  • Regionalbibliothek Länggasse

Kirchen

Spitäler

Sportanlagen

Weblinks

Wikipedia
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